Beelen ist im Kreis das Steuerparadies
Die Höhe der Gewerbesteuer ist ein Standortfaktor. Nicht jede Kommune kann es sich angesichts ihrer Haushaltssituation allerdings leisten, einen niedrigen Steuersatz anzubieten.

 Bei einem Hebesatz von 412 Prozentpunkten bei der Gewerbesteuer teilt sich Beelen den Platz eins bei den niedrigsten Forderungen mit Oelde. Mit 415 Punkten liegen die Sätze in Drensteinfurt, Everswinkel, Ostbevern, Sassenberg, Sendenhorst und Wadersloh nur unwesentlich höher. Etwas höher lag der Satz in Beckum (425 Punkte) sowie in Ennigerloh und Warendorf (427 Punkte). Noch einen Punkt mehr Abgabenlast für Gewerbetreibende gab es in Telgte. In Ahlen war der Hebesatz auf 445 Punkte festgelegt. Deutlicher waren die Unterschiede bei der Grundsteuer B – der Abgabe, die auf Grundbesitz zu leisten ist: Der niedrigste Wert, ein Hebesatz von 413 Punkten, war wieder für Beelen festzustellen, der höchste – 564 Prozentpunkte – für Ahlen (2016 561 Punkte). In Drensteinfurt, Everswinkel, Ostbevern und Wadersloh lag der Satz bei 423 Punkten, in Telgte und Sassenberg bei 430, in Warendorf bei 433, in Beckum bei 435 in Sendenhorst bei 450 und in Oelde bei 504 Punkten. Eine ähnliche Reihenfolge ergibt sich bei der Grundsteuer A, die auf landwirtschaftliche Flächen zu zahlen ist. Dabei treten die Abgaben in Ahlen mit 400 Prozentpunkten deutlich im Kreis hervor. Auf der Rangliste der höchsten Abgaben in NRW bedeutet das für die Wersestadt Rang 17.

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