Bürgermeister stimmen Finanzplan zu
Ihr Einverständnis mit dem Finanzplan des Kreises haben jetzt die Bürgermeister der Städte und Kommunen bekundet. Überzahlungen sollen im Folgejahr direkt wieder ausgeglichen werden.

Zwar steige die Zahllast der 13 Städte und Gemeinden insgesamt um rund 3,3 Millionen Euro - aber falls weniger Mittel von der Kreisverwaltung benötigt würden, so bekämen die Kommunen diese im darauffolgenden Jahr sofort zurück. „Das ist der Unterschied“, begrüßte Dr. Strothmann diese Systemumstellung. In der Vergangenheit hatten die Bürgermeister immer kritisiert, dass der Kreis stets pessimistisch kalkuliere –und am Jahresende immer sehr viel Geld übrig bleibe, das die Städte und Gemeinden gut hätten gebrauchen können, um eigene Projekte voranzubringen.

Genügend Finanzmittel

 „Jetzt hat der Landrat deutlich gemacht, dass die Kreisverwaltung über genügend Finanzmittel verfüge, um auch Schwankungen auszugleichen“, erläuterte der Sprecher der Bürgermeister. Der dann eingezahlte Mehrbetrag soll dann im Folgejahr direkt wieder ausgekehrt werden. „Das ist auch eine gute Basis für die Folgejahre“, seien sich die Bürgermeister in dieser Hinsicht laut Dr. Strothmann einig. Natürlich gebe es Unwägbarkeiten. Der Finanzplan des Kreises gehe beispielsweise von einer durchschnittlichen Anzahl der Bedarfsgemeinschaften (Menschen, die auf öffentliche Unterstützung angewiesen sind) aus. Das sind noch einmal 200 weniger als im laufenden Jahr. „Obwohl es in der Konjunktur etwas knirscht, ist diese Annahme in Ordnung“, ist Dr. Strothmann mit dieser Berechnung einverstanden. „Damit können wir leben.“

Einverstanden mit Schuldenmanagement

Einverstanden seien die Bürgermeister auch mit dem Schuldenmanagement des Kreises. „Die Altkredite sollten planmäßig getilgt und keine Neukredite aufgenommen werden – auch wenn die noch so günstig sind.“ Eine große Schuldenlast, so der Sprecher der Bürgermeister, habe der Kreis ohnehin nicht mehr zu tragen. Richtig sei auch, weiterhin die Pensionsfonds aufzustocken. Eine Verbesserung der Gesamtlage könne es laut Dr. Strothmann noch geben, wenn der Landschaftsverband seine Umlage senke, indem er seine Rücklagen in Anspruch nimmt. Ein Unsicherheitsfaktor bleibe die Ankündigung der Bundesregierung, Kinder (Bruttoeinkommen unter 100 000 Euro) bei der Pflege ihrer Eltern zu entlasten. Das könnte Mehrkosten für den Kreis bedeuten. Dr. Strothmann: „Da haben wir aber die Zusage, dass der Bund das übernimmt.“

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