Caritas: Beratung in Erziehungsfragen
Diplom-Psychologin Andrea Froböse (M.) leitet das Betreuungsteam der Beratungsstelle, die sich in Trägerschaft des Caritasverbands befindet.

 Der gesellschaftliche Wandel ist in der Beratungsstelle längst angekommen. Im Beobachtungszeitraum lebten nur 54 Prozent der beratenen Eltern zusammen, die übrigen waren entweder alleinerziehend oder befanden sich in neuer Partnerschaft. Die Arbeit der Beratungsstelle hat sich entsprechend differenziert und an die Bedarfe der Familien angepasst.

Konflikte

So gibt es ein ständiges Gruppenangebot für Kinder, deren Eltern sich getrennt haben, und spezielle Hilfestellungen zur Konfliktlösung für getrennte Eltern, die sich über das Sorgerecht oder den Umgang mit den Kindern nicht einigen können. Besonders häufig wurde die Beratungsstelle im vergangenen Jahr auch bei Konflikten zwischen Eltern und ihren pubertierenden Kindern angefragt, sowie bei Verhaltensschwierigkeiten in Elternhaus und Schule, bei Ängsten und bei sozialem Rückzug, heißt es in dem Bericht. Auch mit einfachen Erziehungs- und Entwicklungsfragen sind die Eltern in der Beratungsstelle willkommen. „Jeder kann sich an uns wenden. Der freie Zugang und die Vertraulichkeit sind wesentliche Grundlagen unserer Arbeit“, sagt Diplom-Psychologin Andrea Froböse, Leiterin der Beratungsstelle. In den vergangenen Jahren hat die Beratungsstelle die Sprechstunden in den Familienzentren vor Ort ausgebaut, berichten die Mitarbeiterinnen. So können Eltern ohne große Anfahrtswege Beratung erhalten und bei Bedarf auch eine gemeinsame Hilfestellung von Elternhaus und Kindergarten für das Kind erarbeiten.

Gesprächskreise

Außer den Sprechstunden führten die Mitarbeiterinnen im vergangenen Jahr zusätzlich 37 Informations- und Gesprächskreise in den Kindergärten der Familienzentren durch. Die finanzielle Förderung der Sprechstunden durch den Kreis Warendorf hat sich offensichtlich gelohnt – die Eltern können deshalb deutlich früher erreicht werden. Generell ist die gute Kooperation mit den Schulen und Kindergärten, dem Jugendämtern und dem Gesundheitswesen ein wichtiger Faktor für die Effizienz der Arbeit. Entsprechend hoch ist die Anzahl der geleisteten Zusammenarbeit – allerdings immer unter dem Vorbehalt, dass die Eltern diese Zusammenarbeit auch wünschen, betonen die Mitarbeiter. In 2011 befanden sich 714 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Beratung – zusammen mit den einbezogenen Eltern und Betreuungspersonen.

SOCIAL BOOKMARKS