Corona-Notbremse ab Montag außer Kraft
Drinnen frisch gezapft, draußen serviert: Zumindest die Außengastronomie darf ab Montag wieder öffnen.

 „Damit bekommen wir Bürgerinnen und Bürger ein großes Stück unserer persönlichen Freiheit wieder zurück“, freut sich Landrat Dr. Olaf Gericke. Ab Montag, 0 Uhr, greift auch im Kreis Warendorf wieder die neue Corona-Schutz-Verordnung des Landes NRW. Sie sieht zahlreiche Lockerungen vor. 

Schnelltestergebnisse nicht tagesaktuell

Unter anderem müssen Schnelltestergebnisse nicht mehr tagesaktuell sein, sondern höchstens 48 Stunden alt. Schnellteste müssen nicht vorgelegt werden von vollständig Geimpften (14 Tage nach der letzten Impfung), innerhalb der letzten sechs Monate genesenen Personen und Menschen, die vor mehr als sechs Monaten eine Coronainfektion durchgemacht haben und vor 14 Tagen mindestens eine Impfung erhalten haben.

Impfausweise griffbereit haben

 „Um ihren Impfstatus zu dokumentieren, sollten Geimpfte ihren Impfausweis bei sich tragen“, rät Landrat Dr. Olaf Gericke. In der Öffentlichkeit erlaubt sind wieder Zusammenkünfte von zwei Hausständen mit bis zu fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre zählen hierbei nicht mit, ebenso Personen mit der vorgenannten nachgewiesenen Immunisierung. Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 dürfen sich bis zu zehn Personen aus höchstens drei Haushalten treffen. 

Musikunterricht und Schwimmkurse

Musikunterricht für Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren ist in Innenräumen künftig wieder für Gruppen bis fünf Personen zulässig, im Freien bis höchstens 20 Personen. Schwimmkurse für Kinder dürfen in Hallenbädern mit bis zu fünf Kindern stattfinden, in Freibädern dürfen höchstens 20 Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen. Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 sind alle berufsbezogenen Bildungsangebote wieder in Präsenz zulässig. 

Kontaktsport für bis zu 20 Kinder

Kontaktfreier Sport ist auf Sportanlagen im Freien für bis zu 20 Personen erlaubt. Die Sportler müssen dabei einen Mindestabstand von fünf Metern einhalten. Kontaktsport ist nur für 20 Kinder bis einschließlich 14 Jahren zulässig. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 darf Kontakt- und kontaktfreier Sport im Freien wieder ohne Begrenzung ausgeübt werden. Bei Kontaktsport in Innenräumen müssen die Sportler ein negatives Schnelltestergebnis nachweisen und die Rückverfolgbarkeit sicherstellen.

Freibäder zur Sportausübung

Freibäder dürfen mit Personenbegrenzung zur Sportausübung öffnen, wenn die Besucher einen negativen Schnelltest nachweisen können. Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 dürfen die Liegewiesen genutzt werden. Die Besucher müssen jedoch weiterhin ein negatives Schnelltestergebnis nachweisen. Konzerte sowie Theater- und Kinoaufführungen sind im Freien mit höchstens 500 Zuschauern zulässig. Voraussetzung ist ein negatives Schnelltestergebnis der Besucher. Zudem muss die Rückverfolgbarkeit sichergestellt und der Mindestabstand eingehalten werden. Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 dürfen diese Veranstaltungen auch wieder in Innenräumen stattfinden. In Museen, Galerien, Schlössern und Gedenkstätten sind dann auch wieder Führungen möglich. 

Keine Terminvereinbarung im Einzelhandel

Der Einzelhandel (außerhalb des täglichen Bedarfs) ist ab Montag wieder mit Personenbegrenzung geöffnet. Termine müssen nicht mehr vereinbart werden, jedoch brauchen Kunden ein negatives Schnelltestergebnis. Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 ist der Zutritt auch ohne Schnelltest möglich. „Für den Friseurbesuch ist ab nächster Woche kein negativer Schnelltest mehr nötig“, erläutert Krisenstabsleiterin Petra Schreier. Dies gelte auch für andere körpernahe Dienstleistungen. Nur für den Fall, dass Kunden zulässigerweise keine Maske tragen müssen, bedarf es eines bestätigten negativen Schnelltests. 

Außengastronomie darf wieder öffnen

Auch die Außengastronomie darf wieder öffnen. Voraussetzung ist jedoch ein negatives Schnelltestergebnis der Besucher. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50, dürfen auch die Innenbereiche der Gaststätten wieder öffnen, wenn die Gäste einen negativen Schnelltest vorweisen können. Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind mit negativem Schnelltest wieder möglich. 

Maximalbelegung in Hotels bei 60 Prozent

Hotels und Pensionen dürfen jedoch nur höchstens 60 Prozent ihrer Räumlichkeiten belegen und in Innenräumen nur ein Frühstück anbieten. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50, entfallen diese Beschränkungen. Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 sind nach der neuen Corona-Schutz-Verordnung auch wieder private Veranstaltungen mit bis zu 100 Gästen unter freiem Himmel oder höchstens 50 Gästen in Innenräumen zulässig. Die Gäste müssen jedoch einen negativen Schnelltest nachweisen können.

SOCIAL BOOKMARKS