DRK schaltet in Krisenmodus um
Das DRK im Kreis Warendorf hat auf Krisenmodus umgeschaltet. Der Einsatzstab bezieht Quartier in Warendorf. 

Der Einsatzstab wird in den Räumlichkeiten des DRK-Ortsvereins Warendorf an der Südstraße in Warendorf eingerichtet und hat gestern seine Arbeit aufnehmen. „Diese Entscheidung ist für uns eine historische“, so Präsident Dr. Frank Röschinger „und von prophylaktischer und strategischer Bedeutung, schließlich können wir so in eine vorausschauende Einsatzplanung und ein Ressourcenmanagement einsteigen“.

Vom Normalzustand abweichend

Die DRK-Vorschrift definiert eine Krise als „eine vom Normalzustand abweichende, sich plötzlich oder schleichend entwickelnde Lage, die durch ein Risikopotenzial gekennzeichnet ist, das Gefahren und Schäden für Leib und Leben von Menschen, bedeutenden Sachwerte, schwerwiegende Gefährdungen des politischen, sozialen oder wirtschaftlichen Systems in sich birgt“.

Vollständiger Informationsaustausch

In solchen Situationen sei für Entscheidungen vollständiger Informationsaustausch notwendig. „K-Beauftragter“ ist Jens Peters, Geschäftsführer des DRK-Ortsverbands Warendorf. Er soll den Einsatzstab mit Unterstützung der Kreisrotkreuzleitung organisieren. Diese Strukturen sind unabhängig davon, ob der Kreis Warendorf den Katastrophenfall feststellt. Sollte dies passieren, könnte das DRK die behördlichen Stabsstrukturen ergänzen.

Nächste Schritte

„Ich bin froh, dass wir diesen Schritt gehen“, so DRK-Vorsitzender Detlef Weißenborn. „Damit werden unsere bisherigen Maßnahmen des betrieblichen Pandemieplans im DRK ergänzt. Wir stehen durch die nun eingeleiteten Maßnahmen im nächsten Schritt auch für eine Entsendung von Fachberatern und Verbindungspersonen in die behördlichen Krisenstäbe des Kreises und der kreisangehörigen Kommunen bereit.“ Aktuell liegen allerdings keine Einsatzaufträge der Behörden vor.

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