Das Ende für Streusalz-Engpässe
Mangel an Streusalz soll es nicht mehr geben. Die Kreisverwaltung plant jetzt ein Konzept zur Notfallreserve für den Winterdienst.

Das verkündete am Dienstag Carsten Rehers, Leiter des Amtes für Umweltschutz im Kreis Warendorf. Rehers legte gestern den Bericht zum Winterdienst 2010/11 vor dem Bauauschuss im Kreisgebäude ab.

Zu Lieferengpässen von Streusalz sei es demnach beim „bundesweiten extremen Wintereinbruch“ Mitte Dezember gekommen. Die strengen Witterungsverhältnisse führten im Vergleich zu den Jahren 1994 bis 2009 zu einem Mehrverbrauch an Streusalz von 400 Tonnen. Das entspricht der Hälfte des üblichen Gesamtverbrauchs, denn bis 2009 wurden auf den Bauhöfen in Beckum und Warendorf rund 850 Tonnen Streugut eingelagert.

Das Land plant jetzt, Notfallreserven für Kommunen einzurichten. Es habe bereits Gespräche zwischen der Kreisverwaltung und dem Landesbetrieb Straßen NRW sowie mit dem NRW-Minister Harry K. Voigtsberger (Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr) gegeben, erklärte Rehers. Allerdings seien diese Pläne noch vage. Denn konkrete Regelungen und Kosten seien derzeit noch nicht bekannt, so Rehers.

Alternative zu Projekt der Landesregierung

Für den Fall, dass die Landesregierung keine Notfallreserven errichtet, will sich der Kreis wappnen, um in jedem Fall auf ein solches Depot zurückgreifen zu können. So erarbeitet der Kreis parallel zu dem Modell auf Landesebene eine Lösung auf Kreisebene. Die Verwaltung habe sich mit den kreisangehörigen Gemeinden und Städten abgestimmt und gemeinsam einen Streusalzbedarf für den Notfall von insgesamt 2000 Tonnen ermittelt. Auch ein erstes Angebot eines Speditionsunternehmens liege vor.

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