Die U-3-Plätze werden ausreichen
Platz für alle: Für Kinder unter drei Jahren wird es ab 1. August genügend Platz in den Kindergärten geben. Die Crux: Geförderte Plätze dürfen nicht an Kinder über drei Jahren vergeben werden. So kann es zu Szenarien kommen, dass über Dreijährige nicht in die Kita vor der Haustür gehen können, obwohl dort noch theoretisch nicht alle Plätze besetzt sind.

 „Das ist gelungen“, freute er sich und verwies auf eine Versorgungsquote von 32,1 Prozent. „Darin sind die Plätze in der Kindertagespflege noch nicht eingerechnet.“ Im kommenden Kindergartenjahr könnten 446 Kinder in der Tagespflege betreut werden: „Das sind 216 Plätze mehr als jetzt.“ Zusammengenommen erreiche man eine Quote von 44,8 Prozent, so Rüting: „Die benötigten Plätze, um dem gemeldeten Bedarf der Eltern gerecht zu werden, sind vorhanden.“ Bis zum Beginn des Kindergartenjahrs am 1. August gebe es aber auch noch einiges zu tun. So müsse in den Einrichtungen Personal eingeführt und eingearbeitet werden, teilweise stünden noch Um- und Anbauten an.

Betreuungsquote weiter steigern

Die Betreuungsquote für die unter Dreijährigen soll in den kommenden Jahren weiter steigen, blickte Rüting voraus: Für das Kindergartenjahr 2014/15 rechne man mit 47,7 Prozent, für das Kindergartenjahr 2015/16 mit 50 Prozent. Ausgebaut wurde auch die Platzzahl für integrativ betreute Kinder: Schon jetzt stehen mit 245 27 Plätze mehr zur Verfügung als noch im vorherigen Kindergartenjahr. Aus dem Betreuungsangebot im Jugendamtsbezirk nicht wegzudenken seien die Spielgruppen, so Rüting. Dort würden derzeit 327 unter dreijährige Kinder betreut. „Einen Entwurf zur Überarbeitung der Spielgruppenförderung bereiten wir vor.“ Der Ausbau der Plätze hat auch finanzielle Auswirkungen. Mit 14,77 Millionen Euro steigt der Kreisanteil um knapp 2,177 Millionen Euro oder um 17,3 Prozent. „Das liegt insbesondere an dem Rechtsanspruch für die unter dreijährigen Kinder“, verdeutlichte Susanne Darpe für die Verwaltung. Für den Haushalt 2013 bedeutet das Mehrausgaben in Höhe von 705 000 Euro. Auf Unverständnis im Ausschuss stieß die Regelung, dass geförderte Plätze für unter Dreijährige auch dann nicht mit über Dreijährigen belegt werden dürften, wenn sie ansonsten freiblieben. „Das kann man Eltern schwer erklären“, so Gabriele Schulte. „Die Fördervorgaben sind eindeutig. Hier sind uns die Hände gebunden“, stellte Kreisdirektor Dr. Heinz Börger fest.

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