Die volle Punktzahl beim Kataster
Bild: Kraneburg
Stolz auf seine Mannschaft im Kreishaus: Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) konnte gestern den Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt aus den Händen von GPA-Präsident Werner Haßenkamp entgegennehmen. Von August 2010 bis Mai dieses Jahres hatten die GPA-Mitarbeiter die Kreisverwaltung intensiv unter die Lupe genommen.
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„Es gibt nicht viele Kreise, die so gut abschneiden“, bescheinigte der GAP-Präsident Werner Haßenkamp den Warendorfern eine gemeindefreundliche Haushaltwirtschaft, bei der unterdurchschnittlich viel Kreisumlage zum Einsatz komme. Zudem sei von der Prüfungsanstalt ein maßvoller und effizienter Personaleinsatz festgestellt worden – ein Kriterium, mit dem man bei der GPA punkten kann. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft im Kreishaus“, wies Landrat Dr. Olaf Gericke zudem darauf hin, dass man sich seit der letzten Prüfung von vor fünf Jahren, bei der man auch schon nicht schlecht abgeschnitten habe, noch einmal verbessern konnte. Die GPA prüft nicht nur den Mitteleinsatz der Kreise in Nordrhein-Westfalen, sie macht auch Vorschläge zu Veränderungen. Gute Ideen, so Haßenkamp, würden auch anderen Kommunen helfen, effizienter arbeiten zu können. Aus dem Kreis Warendorf sei da die Servicestelle Personal beispielgebend, in der übergreifend kommunale Arbeiten erledigt werden. Auch die geplante Kooperation der Bauhöfe in Beckum (Kreis und Stadt) sei der richtige Weg. Haßenkamp: „Es gibt viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit, ohne die Dienstleistung zu verschlechtern.“

Interkommunale Kooperationen

Eine interkommunale Kooperation mit anderen Kreisen wird beispielsweise für den Gesundheitsdienst vorgeschlagen. Aber auch dort sind schon Hebel in Bewegung gesetzt. So werde nach Auskunft von Kreisdirektor Dr. Heinz Börger im Verbund mit der Stadt Münster ein Kinder- und Jugendpsychologe gesucht. Es sei schwer, so Dr. Börger, solche Fachleute für den öffentlichen Dienst zu gewinnen. Spezialisten für zahlreiche Fachgebiete könnten schon bald für mehrere Kreise gleichzeitig arbeiten – was finanziell für die Betroffenen interessanter werden könnte. Dr. Börger: „Da gibt der Tarifvertrag einige Möglichkeiten her.“ Die Bestnote gab es für das Vermessungs- und Katasterwesen. Um das hohe Niveau zu halten, so die Anmerkung der Prüfer, sollte durch gezielte Ausbildung und Neueinstellung der drohenden Überalterung der Abteilung entgegengewirkt werden.

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