Dr. Anja Schöne neue Religio-Leiterin
Die Nachfolge in der Museumleitung für das Religio ist geregelt. Darüber freuen sich (v. l.) Kreisdirektor Dr. Heinz Börger (Vorsitzender des Verwaltungsrates der Religio-GmbH, Kreis Warendorf), Dr. Anja Schöne (neue Museumsleiterin ab Juli 2016), Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper und Ulrich Schulze (Bistum Münster).

 Dr. Anja Schöne ist bereits seit 2001 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in stellvertretender Leitungsfunktion des Religio tätig. Ihr Amt wird sie zum 1. Juli 2016 antreten. „Bis dahin ist Dr. Ostendorf Museumsleiter“, will sich Dr. Schöne inzwischen mit „großer Gelassenheit“ auf ihre neue Rolle als Chefin vorbereiten. Für sie ist nach eigener Aussage ein beruflicher Traum in Erfüllung gegangen. „Ich hatte die Hoffnung, dass es so ausgeht“, so die 53-Jährige, die sich gegen 40 Bewerber durchgesetzt hat. „Wir haben ein gutes Auswahlverfahren durchgeführt“, so Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, „und ich freue mich sehr, dass mit Dr. Schöne die Kontinuität der Museumsarbeit gewährleistet werden kann.“ Vorausgegangen waren der Entscheidung eine Ausschreibung der Leitungsstelle und eine Vorauswahl unter den qualifiziertesten Bewerbern. Die letztentscheidende Gesellschafterversammlung folgte der Empfehlung einer siebenköpfigen Auswahljury, der neben Vertretern des Kreises Warendorf, des Bistums Münster und der Stadt Telgte auch die Leiterin des LWL-Museumsamtes Dr. Ulrike Gilhaus, angehörte. Dr. Thomas Ostendorf, der das Museum seit 1983 leitet und gerade seine 33. Krippenausstellung durchführt, soll im kommenden Jahr gebührend verabschiedet werden. Mit der Veränderung der religiösen Landschaft in Deutschland und Westfalen sind dem Museum Religio neue Themenfelder und Fragestellungen entstanden. Es hält an seinen Traditionsthemen Wallfahrt, Kardinal von Galen und Wandel des Weihnachtsbrauches fest. Diese Themen werden jedoch eingebettet in den großen Zusammenhang der Religiosität der Menschen in Westfalen in Geschichte und Gegenwart. Dr. Anja Schöne hat bereits thematische Pläne für die Zukunft. So laufen in Kürze die Vorbereitungen für eine Sonderausstellung in 2017 an. Angesichts des Reformationsjubiläums heißt es dann „Auge um Auge?“

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