Dr. Töpfer lässt Verpackung im Geschäft
Bild: Knöpker
Umwelt- und Klimaschutz haben am Mittwochabend im Mittelpunkt einer Veranstaltung mit dem früheren Umweltminister Professor Dr. Klaus Töpfer im neuen Kommunikationszentrum der Firma Veka in Sendenhorst gestanden: (v. l.) Frank Tischner (Kreishandwerkerschaft), Markus Hartmann (Bürgermeisterkandidat Sendenhorst), Astrid Birkhahn (Stellvertretende Vorsitzende CDU-Kreisverband), MdL Henning Rehbaum, Professor Dr. Klaus Töpfer, Elke Hartleif, Andreas Hartleif (Firma Veka) und Rolf Berlemann (Stadtwerke Münster).
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Im neuen Kommunikationszentrum der Firma Veka beeindruckte der 81-Jährige mit einem hohen Maß an Fachkompetenz und Humor. „Firmengründer Heinrich Laumann hat Weitsicht gezeigt und so agiert, dass er vorausschauend nicht nur die Produktion, sondern auch die Wiederverwertung der Fensterprofile vorangetrieben hat“, lobte er die Geschäftspolitik des Sendenhorster Weltunternehmens mit 26 Standorten.

Bewahrung der Schöpfung

Auch die Rücknahme von Verpackungen sei sinnvoll, müsse aber noch stärker betrieben werden, wünschte er sich ein Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung. „An jeder Ladenkasse entferne ich die Verpackungen auf dem Laufband vor den Augen der nicht begeisterten Kassierer“, sagte er. Aber nur so könne Druck auf die Händler ausgeübt werden, die die Lieferanten zur Vermeidung unnötiger Verpackungen unter Druck setzen könnten. Dr. Töpfer begrüßte das neue Klimaschutzgesetz der Bundesregierung und warb für den Ausbau erneuerbarer Energien und eine stärkere Nutzung des Wasserstoffes. 20 Prozent könnten heute schon mit dem Gas durch die Leitungen transportiert werden.

Repowering-Anlagen

Für die Windenergie seien nicht neue Standorte, sondern moderne Repowering-Anlagen nötig, die bis zur vierfachen Leistung Strom produzieren könnten. Ausdrücklich begrüßte er die „Fridays for future“-Bewegung, das Engagement junger Menschen für den Klimaschutz. „Wir haben viel zu lange gewartet, das jetzt wiedergutzumachen ist etwas Positives“, sagte er. Schlimm sei es nur, aus einer Panik heraus auf eine noch schnellere Umsetzung zu drängen. Als positiv wertete er die Offensive der Landesregierung, öffentliche Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Solarenergie, so Professor Töpfer, sei globalisierungsfähig und auch in den afrikanischen Ländern eine Option.

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