Ein Hund ersetzt bis zu 50 Polizisten
Bild: Baumjohann
Sich nicht von anderen Hunden und deren Hundeführern irritieren lassen - auch das gehört zur Ausbildung bei der Rettungshundestaffel.
Bild: Baumjohann

Seit 54 Monaten schon ist sie geprüfte DRK-Rettungshündin und als solche in der Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbands aktiv. Insgesamt neun Mitglieder hat die 2004 gegründete Rettungshundestaffel derzeit. Ihr Training absolvieren die Mitglieder jeden Freitag auf dem Hof Buschhoff in der Beckumer Bauernschaft Dolmer.

„Wir haben hier optimale Bedingungen, können das gesamte Gelände nutzen“, freut sich Staffelleiter Franz Pingel. Wichtig sei aber auch das Training auf fremden Plätzen: „Samstags fahren wir bis zu 100 Kilometer, um an neuen Orten zu üben.“ Auch deshalb sei man immer auf der Ausschau nach Geländen, leerstehenden Häusern oder Hallen, um an den Hunden unbekannten Orten die Suche nach Vermissten trainieren zu können.

Das Führen eines Rettungshunds ist eine zeitaufwändige Angelegenheit. „Fast drei Jahre dauert es, bis Mensch und Hund zur Prüfung gelangen können“, weiß Pingel. Jahre, in denen Ausbildungen und Prüfungen stattfinden. Auf den Hund warten neben der Eignungsprüfung auch Such- und Verweisaufgaben, auf den Hundeführer eine Sanitätsprüfung, Funkprüfung und eine erste Hilfe-Ausbildung für den Hund. Zudem brauche der Hundeführer grenzenloses Vertrauen in sein Tier – in der Prüfungssituation ebenso wie im Einsatz.

 „Ein mittelgroßes Tier mit gutem Spieltrieb eignet sich gut für die Ausbildung“, sagt Pingel. Rassevoraussetzungen gebe es nicht. „Der Hund sucht, um eine Belohnung zu bekommen“, erklärt der Staffelleiter. „Die vermisste Person ist für ihn nur Mittel zum Zweck.“ Einsatzgebiet der Rettungshundestaffel des Kreisverbands ist ganz NRW. Alarmiert wird sie in der Regel von der Polizei, die man vor allem bei der Suche nach vermissten Personen unterstütze. Zwischen zehn und 25-mal pro Jahr werde man zu Einsätzen gerufen, berichtet der Staffelleiter.

 Wie hilfreich die Rettungshunde dann vor Ort sind, weiß er mit einem Zahlenverhältnis zu verdeutlichen: „Bei der Suche ersetzt ein Hund 50 Polizisten.“

Um zu den Einsatzorten zu gelangen, stehen ein Dienstfahrzeug sowie ein Hundeanhänger zur Verfügung.

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