Ein echter Pirat muss laut sein
Bild: Poschmann
Wie echte Seemannsknoten angefertigt werden, zeigte Käpt’n Blauzahn alias Reiner Strangfeld den Kindern, die sich mit Spaß als Piraten verkleidet hatten.
Bild: Poschmann

Als sich Calico Jack, Käpt’n Blauzahn, die rote Zora, die vieräugige Jane, die einzigartige Goldsuse und die Schwestern Barbarossa am Samstag die Klinke in die Hand geben, haben sich bereits zahlreiche Seeräuber-Anwärter versammelt. Sie alle wollen die Piratenprüfung ablegen. Klaus Störtebeker hätte seine helle Freude gehabt. Lange zu suchen braucht Leyla nicht. Schnell ist der Siebenjährigen klar, dass eine echte Piratenbraut schwarze Lackschühchen, einen wallenden Rock, eine Schärpe und eine passende Bluse braucht, um recht gekleidet zu sein. Schnell noch eine Narbe geschminkt und das knallrote Piratentuch, das mit den Totenköpfen, aufgesetzt, fertig. Vor dem Spiegel dann ein letzter Test. „Sehe ich gefährlich genug aus?“. Dann kommt der große Augenblick. Calico Jack (Dirk Bogdanski, Kulturmanager am Haus Nottbeck) empfängt die angehenden Piraten im abgedunkelten Veranstaltungsraum. Grüne, rote und blaue Lichtblitze zucken und machen die Szene gespenstisch. „Jetzt müsst ihr grimmig gucken und ganz laut brüllen“, instruiert Calico Jack. Gesagt, getan. Wie ein Orkan stimmen die Sprösslinge lautes Piratengeschrei an, dass einem Angst und Bange wird. Brüllen allein reicht aber nicht aus. Die erste Mutprobe steht an. Wer hat Angst vor dem alten Bill? Bill ist einer der gefürchtetsten Schrecken der sieben Weltmeere. Leyla und die anderen Kinder lassen sich davon nicht wirklich beeindrucken. „Angst? Wir? Niemals!“, so der einmütige Tenor der Rasselbande. Natürlich geben die Steppkes auch beim Rudern und Tauziehen ihr Bestes. Nur beim Seemannsknoten wird’s dann schwierig. Doch Käpt´n Blauzahn (Reiner Strangfeld) erweist sich hier als guter Lehrer, und schon bald wird alles verknotet, was nicht niet- und nagelfest ist.

SOCIAL BOOKMARKS