Eine behaglich-mörderische Geschichte
Bild: Ludwig
„Pumpernickelblut“ heißt das aktuelle Werk aus der Feder Herbert Knorrs, der gemeinsam mit der Schauspielerin Marie-Luise Marjan auf Haus Nottbeck in Stromberg vorlas.
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Der Autor und die Schauspielerin haben sich bei dem Krimifestival „Mord am Hellweg“ kennengelernt. Seitdem veranstalten sie immer wieder szenische Lesungen. In „Pumpernickelblut“ wurden die Gäste in „die Parallelwelt eines Seniorenstiftes im südlichen Münsterland“ entführt, wie es der Leiter des Kulturgutes Haus Nottbeck, Professor Walter Gödden, eingangs formulierte. Die rüstige Bewohnerin Else Erpenbeck hinterlässt bei der neuen Belegungsmanagerin Anna Müller einen bleibenden Eindruck, nennt sie „Kindken“ und „Schätzken“. So will Anna Müller sich nicht nennen lassen und auch die Verdächtigungen, die Else Erpenbeck gegenüber einigen anderen Mitbewohnern erhebt, nimmt Anna Müller zunächst nicht ernst. Hier übernahm Marie-Luise Marjan den Part der urigen Stiftbewohnerin, Knorr las die Passagen Anna Müllers. Im Weiteren wechselten sich die Schauspielerin und der Autor immer wieder in ihren Rollen ab, was dem Publikum gefiel. Als sich im Verlauf der Geschichte einige seltsame Todesfälle ereignen, wird Anna Müller sensibler für die Worte der Else Erpenbeck. Gemeinsam ermitteln sie und begeben sich zunehmend in Gefahr, machen aber auch stets irrwitzige Erfahrungen im Mikrokosmos Seniorenstift, etwa mit dem aufdringlichen Hausmeister Heiko Quakernack. Zwischen den einzelnen Passagen aus „Pumpernickelblut“ erzählten die beiden Künstler immer wieder aus ihrem Leben und Schaffen. Die Gäste erfuhren etwa, dass Knorr aus Gelsenkirchen-Schalke kommt, wo Deutschlands größte Pumpernickelfabrik beheimatet ist und dass Marie-Luise Marjan seit 32 Jahren die „Mutter Beimer“ in der Serie „Lindenstraße“ spielt. Marie-Luise Marjan war von dem Ambiente auf Haus Nottbeck sofort angetan. „Ich muss wiederkommen, wenn die Bäume blühen“, Herbert Knorr ergänzte: „Das Seniorenstift in ,Pumpernickelblut’ ist, wie das Haus Nottbeck, ein ehemaliges, umgebautes Rittergut.“ Der Krimi „Pumpernickelblut“ ist im Bielefelder Pendragon-Verlag erschienen.

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