Eine gesundheitliche Revolution?
Bild: Frenz
Den Vortrag im Lager der Firma B Logistik in Beckum gestalteten (v. l.) Sascha Böse, Georgios Kipouros, GfW-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann und Hubertus Beumer.
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„Wow“, sagt Dominic Fahle, dem Georgios Kipouros, Sales Manager der Firma German Bionic Systems, gerade ein Exoskelett zum Praxistest angelegt hat. 15 Interessierte sind auf Einladung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung zum Vortrag ins Lager der Firma B Logistik in Beckum gekommen.

Dominic Fahle ist einer von ihnen und der erste, der das Exoskelett im Praxistest ausprobiert. „Das fühlt sich echt gut an“, äußert der junge Mann, der in der Möbelindustrie arbeitet, sich.

In seinem Arbeitsalltag muss er oft schwer heben, LKWs be- und entladen. Eingeschnallt ins Exoskelett, versucht er sich am Heben einer schweren Kiste. Ganz mühelos zieht das Gerät ihn samt der Last in den Händen wieder in den Stand. Das Gewicht der Kiste belastet die Wirbelsäule nicht. „Das geht ja ganz leicht“, sagt Fahle beeindruckt.

Das Produkt könnte tatsächlich eine gesundheitliche Revolution in Unternehmen einleiten, wird beim Vortrag von Georgios Kipouros deutlich. Der Sales Manager der Firma German Bionic Systems, die das deutschlandweite Monopol besitzt, informiert am Dienstag detailliert zum Produkt.

Mitarbeiter würden durch die maschinelle Unterstützung des Exoskeletts körperlich geschont, so Kipouras. Deutlich weniger krankheitsbedingte Arbeitsausfälle seien die Folge.

Das Exoskelett bietet passive oder aktive Hilfe. Bei geringeren Hebelasten unterstützt es die Körperkraft ohne Motorenfunktion, beim Heben schwererer Gewichte kann die motorisierte Einstellung genutzt werden, die den Körper bis zu einer Last von 25 Kilogramm komplett entlastet. Die benötigte Unterstützung kann der Nutzer individuell anpassen.

Außerdem gibt es spezielle Modelle zur konkreten Entlastung der Arme. Das Problem: Zur Anschaffung der Exoskelette gibt es für Unternehmen derzeit noch keine Förderung durch die Krankenkassen. „Aber wir sind im Gespräch“, sagte Georgios Kipouros.

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