Erster stationärer Blitzer ist scharf
Nahmen die erste stationäre Geschwindigkeitsmessanlage an der Bundesstraße 64 in Beelen in Betrieb: (v.l.) Christoph Ingenohl, Abteilungsleiter Polizei, Ordnungsdezernentin Petra Schreier, Landrat Dr. Olaf Gericke, Herbert Gottwald, Leiter Straßenverkehrsamt Warendorf, und Ralf Bulle vom Unternehmen Jenoptik.

 „Mit der Anlage wollen wir die Verkehrssicherheit an dieser Stelle erhöhen“, so der Landrat. „Ziel ist es, das Geschwindigkeitsniveau dauerhaft zu senken – nicht die Einnahmen des Kreises zu verbessern.“ Die Geschwindigkeitsüberwachung sei ein unverzichtbarer Bestandteil erfolgreicher Verkehrssicherheitsarbeit, betonte der Landrat. Sie verhindere schwere Unfälle und bewahre Menschen vor großem Leid. Dr. Gericke: „Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache.“ Eine Abnahme der durchschnittlichen Geschwindigkeit von fünf Prozent habe eine Verringerung der Unfälle mit Verletzten um rund zehn Prozent und eine Verringerung der Unfälle mit Getöteten um 20 Prozent zur Folge.

Über den genauen Standort der neuen Messanlage hatten sich Polizei und Straßenverkehrsamt beraten. In die Bewertung sind die Unfallgefahr und das Geschwindigkeitsniveau einbezogen worden. Mehrere mögliche Messstellen waren dabei in die engere Auswahl gekommen. Die Auswertungsergebnisse sprachen dann letztlich für den Standort an der Bundesstraße 64. „Auf diesem Streckenabschnitt ist es über die Jahre immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen mit teilweise tödlichem Ausgang gekommen. Eine Bushaltestelle und die Zufahrt zu einem stark frequentierten Restaurant tragen hier zu einer Unübersichtlichkeit der Verkehrslage bei. Weitere Gefahrenquellen sind die nahegelegene Bahnlinie mit unbeschranktem Bahnübergang und in die B 64 mündende Wirtschaftswege“, erläutert Christoph Ingenohl, Abteilungsleiter der Kreispolizei.

Weitere Säulen geplant

Zukünftig sollen an weiteren Stellen Messsäulen der gleichen Bauart installiert werden. Petra Schreier, Ordnungsdezernentin: „Bei uns im Kreis Warendorf soll weiterhin ein Mix aus stationären Anlagen und mobilen Messungen dazu beitragen, dass sich die Verkehrsteilnehmer sicher im Straßenverkehr bewegen können.“ Die für die Installation anfallenden Kosten waren bereits im vergangenen Jahr vom Kreistag genehmigt worden. Die Gesamtkosten der Messanlage liegen bei rund 90.000 Euro.

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