FDP: Umweltbelastung muss bezahlt werden
Bild: Baumjohann
Liberale Positionen: Das Treffen in Alverskirchen wurde auch zu informativen Gesprächen genutzt.
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Ebenfalls gute Tradition ist es, dass die Liberalen bei ihrem Neujahrsempfang Gäste aus Land oder Bund begrüßen können. Am Sonntag hatte Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW den Weg nach Alverskirchen gefunden. In seinem Vortrag warb Dammermann für einen Brückenschlag: „Wir müssen unseren Wohlstand erhalten, uns aber trotzdem ökologisch vernünftig und effizient verhalten.“ Mit Blick auf den „Schulstreik für Klimaschutz“, der in den vergangenen Tagen mancherorts in Deutschland stattgefunden hatte, begrüßte Christoph Dammermann, dass sich junge Menschen für Politik interessierten. „Es reicht nicht, einfach nur hübsche Plakate hochzuhalten. Politik bedeutet, konkrete Probleme zu lösen“, verweist der Staatssekretär auf Fragen wie Versorgungssicherheit und weltweite Lieferketten. Die wichtige Bedeutung des Zieles Klimaschutz bestritt Dammermann am Sonntag nicht, warnte aber wie FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner vor Klimanationalismus: „Wenn alles in Asien zu weniger ökologischen Bedingungen produziert wird, machen wir nicht nur unseren Wohlstand kaputt, sondern haben wir auch noch etwas Schlechtes für das Klima getan.“ Grundlage des Wohlstandes in Deutschland sei es, Dinge zu produzieren, die weltweit verkauft werden können, warb der Staatssekretär für Freihandel. „Das ist die Grundlage, von der wir leben.“ Er machte indes auch deutlich, dass Umweltverbrauch einen Preis benötige – am besten weltweit. „Die ökologischen Kosten für Produktion und Transport müssen in den Kosten eines Produkts deutlich werden“, forderte er einen Preis für Kohlendioxid und andere Umweltbelastungen. Um Ökonomie und Ökologie zusammenzubringen, brauche es Innovationen und technischen Fortschritt, ist Christoph Dammermann überzeugt – sie sollen beispielsweise durch die vom Land bereitgestellten Gründerstipendien gefördert werden. Für den FDP-Kreisverband verwies Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Markus Diekhoff unter anderem auf die anstehenden Europawahlen und warb für einen engagierten Wahlkampf. Die Politik der schwarz-gelben Landesregierung ist nach Ansicht von Diekhoff auch für den ländlichen Raum erfolgreich. Die Rolle der FDP in Düsseldorf sei es, als Motor für Entfesselung und Digitalisierung zu fungieren, betonte der heimische Landtagsabgeordnete.

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