Fachkräfte-Suche immer schwieriger
Über die Schwierigkeiten, passende Fachkräfte zu finden, sprachen: (v. l.) Mandy Wendt (Agentur für Arbeit Ahlen-Münster), Antonius Bäumker (Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf), Joachim Fahnemann (Arbeitsagentur), Frank Tischner (Kreishandwerkerschaft), Christian König (Arbeitsagentur), Günter Schrade (Kreishandwerkerschaft) und Klaus-Peter Franke (Arbeitsagentur).

 In einem Spitzengespräch diskutierten die Führung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf Lösungsansätze. „Bildung ist der Schlüssel“, sind sich die Experten einig. „Das Handwerk ist ein wichtiger Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor in der Region. Es kann nur stark bleiben, wenn es genügend Jugendliche gibt, die eine handwerkliche Ausbildung ergreifen, und wenn es gelingt, ausreichend Fachkräfte zu gewinnen und zu halten“, betonte Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Er machte deutlich, dass von einem guten Angebot an handwerklichen Dienstleistungen auch andere Wirtschaftsfaktoren abhängen: „Wenn es vor Ort keine Bäcker, Fleischer, Frisöre oder Elektrobetriebe mehr gibt, werden sich weniger Menschen ansiedeln und damit nachfolgend auch andere Wirtschaftszweige Fachkräftemangel erleben.“ Der beste Weg für die Betriebe sei es, die eigenen Fachkräfte auszubilden. „Wir sehen aber schon länger eine Tendenz der Schüler, nach dem Schulabschluss einen weiteren Schulbesuch anzustreben. Es muss uns gelingen, mehr Jugendliche für das Handwerk zu begeistern“, so Fahnemann. „Die vielfältigen Chancen einer Berufsausbildung im Handwerk sind vielen Schülern nicht bekannt. Deshalb engagieren wir uns gemeinsam mit der Agentur für Arbeit intensiv bei der Berufsorientierung“, unterstrich Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf.

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