Familienkrisen häufen sich auffällig
Das Team des Beratungszentrums für Alleinerziehende und andere Familien: (v. l.) Andrea Sander, Tessa Stephani und Raphaela Schönherr-Carneim.

Es will die Lebenssituation von Familien verbessern und bietet vielfältige Unterstützung in Ahlen, Warendorf, Beckum und Oelde an. „Durch die Trennung lebt ein für das Kind wichtiges Elternteil nicht mehr mit ihm zusammen, Besuchsregelungen müssen getroffen und Verantwortlichkeiten neu geklärt werden – für viele Eltern eine schwere Aufgabe“, weiß die langjährige BAZ-Mitarbeiterin Raphaela Schönherr-Carneim. In 2011 beanspruchten mehr als 320 Familien im BAZ Beratungen, Mediation oder die Begleitung von Eltern-Kind-Kontakten. „Der erhöhte Beratungsbedarf spiegelt sich in unserem Bericht über die Arbeit im vergangenen Jahr wider; erneut stieg die Zahl unserer Beratungsgespräche im Vergleich zu 2010 von 1042 auf 1128“, berichtet Tessa Stephani, Leiterin des BAZ.

Sprechstunden rege genutzt

Viele Eltern nutzten die Möglichkeit, sich in den regelmäßigen BAZ-Sprechstunden in Familienzentren des Kreises unterstützen zu lassen. Durch die Beratung vor Ort habe sich auch der Zugang zu Familien mit Zuwanderungshintergrund erheblich verbessert. „40 Prozent aller Beratungen führen wir mittlerweile in Einrichtungen durch“, freut sich Andrea Sander, die als Mitarbeiterin des BAZ in Beckum zahlreiche Kooperationen mit Kindertagesstätten pflegt. In Oelde bezog das BAZ im Sommer 2011 neue Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude. Der zentrale Standort werde von hilfesuchenden Familien gut angenommen, wie viele Neuanfragen belegten. Um eine enge Vernetzung unterschiedlicher Hilfesysteme auch außerhalb des Trägers Parisozial geht es dem BAZ bei der Mitarbeit im Rahmen der „Warendorfer Praxis“. Dieser Zusammenschluss von Familiengerichten, Beratungsstellen, Jugendämtern und anderen trifft neue Absprachen, um Kinder und Eltern schneller und besser unterstützen zu können.

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