Firmen fragen verstärkt Realschüler nach
Bild: Kraneburg
Glänzende Zahlen zum Jahresabschluss präsentierten Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur, und Pressesprecherin Inga Hagemann bei der Bilanzierung des Arbeitsmarktes. Ab Oktober wird die Fusion der Hauptstellen Ahlen und Münster vollzogen. Fahnemann zu seiner persönlichen Zukunft: „Personelle Entscheidungen fallen in den nächsten Monaten.“
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Der Hintergrund: „Abiturienten beginnen häufig nach der Ausbildung ein Studium – von Realschülern wird mehr Unternehmenstreue erhofft.“ – Nur eine der Zukunftsaufgaben, die die Agentur für Arbeit weiter beschäftigen wird. Tendenziell abnehmende Arbeitslosigkeit (im Dezember eine Arbeitslosenquote von nur noch fünf Prozent), vermehrte Stellenangebote – eine Erholung in fast allen Bereichen lässt Fahnemann feststellen: „Wir haben die Wirtschaftskrise am Arbeitsmarkt hinter uns gelassen.“ So sei die durchschnittliche Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent gesunken. Nur knapp könne der Begriff Vollbeschäftigung vermieden werden, aber es komme der Situation schon sehr nahe. Auch die Aussicht sei tendenziell weiterhin gut, es sei denn, Turbulenzen an den Finanzmärkten machten dieser Entwicklung einen Strich durch die Rechnung. Baustellen für Fahnemann und sein Team gibt es aber noch genug. Während junge Menschen und Ausländer von dem Wirtschaftsaufschwung profitiert hätte, sähe das bei den Gruppen der Schwerbehinderten und ab 50-Jährigen ganz anders aus. In diesen Bereichen sei die Arbeitslosigkeit sogar leicht angestiegen. „Unser Ziel ist es, für diese Menschen bessere Perspektiven zu schaffen, weil wir sie in Zukunft brauchen“, so der Agenturleiter. Noch klafft eine kleine Lücke in der Relation Bewerber und Ausbildungsstellen – aber, da ist sich Fahnemann sicher, „diese Schere schließt sich“.

Kaufmann im Einzelhandel Wunschberuf Nummer eins

 Der „Kaufmann im Einzelhandel“ ist immer noch Wunschberuf Nummer eins – in diesem Bereich gibt es auch die meisten Stellen zu vergeben, aber nicht annähernd so viele, wie es Interessenten gibt. Fahnemann gibt zukünftigen Schulabgängern den Tipp, sich auch einmal Nischenberufe näher anzuschauen, beispielsweise im Berufsfeld Steinmetz oder Fleischer.

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