Flächendeckende Tests in Altenheimen
Bewohner und Mitarbeiter von Seniorenheimen im Kreis Warendorf werden vor Ort auf das Coronavirus getestet. Mitarbeiter des Kreises – im Bild Barbara Heidenbluth vom Gesundheitsamt – holen die Proben aus den Heimen ab, um sie ins Labor bringen zu können. 

 „Wir haben Anfang April mit vorsorglichen Tests in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Dort testen wir nicht nur die unmittelbaren Kontaktpersonen von Infizierten, sondern alle Bewohner und Mitarbeiter“, berichtet Dr. Thomas König, Leiter des Medizinischen Dienstes für Infektionsschutz im Kreisgesundheitsamt.

2103 Tests labordiagnostisch untersucht worden

 Priorität haben dabei zunächst diejenigen Einrichtungen, in denen es Covid-19-Fälle gab oder gibt. 2103 Tests sind bereits bei Bewohnern und Mitarbeitern von 17 Einrichtungen durchgeführt und anschließend labordiagnostisch untersucht worden.

Aus 16 Einrichtungen lagen am Donnerstag, 30. April, Ergebnisse vor. Der Zwischenstand ist erfreulich – bislang gab es überall dort keine positiven Covid-19-Testergebnisse, wo es noch keinen Infektionsfall oder konkreten Verdacht gab.

Unterstützung durch Chemische Veterinäruntersuchungsamt

Die zusätzlichen Laborkapazitäten hat sich der Kreis Warendorf wie berichtet gesichert, indem er das Chemische Veterinäruntersuchungsamt (CVUA-MEL) in Münster einbezogen hat. „In den kommenden Monaten werden wir schrittweise in allen weiteren Alten- und Pflegewohnheimen diese flächendeckenden Tests durchführen“, kündigte Dr. König an.

Meiste Neuinfektionen in Alten- und Pflegeheimen 

„Waren zunächst die meisten Corona-Infizierten im Kreis Warendorf Reiserückkehrer, verzeichnen wir mittlerweile die meisten Neuinfektionen in den Alten- und Pflegeheimen“, erklärt Dr. König. Da die Testergebnisse jeweils lediglich Momentaufnahmen sind, muss erneut durchgetestet werden, sobald nach einigen Tagen weitere Infektionsfälle auftreten.

Auswertung dauert bis zu 48 Stunden

Um die Tests, deren Auswertung jeweils bis zu 48 Stunden dauert, weiter zügig durchführen zu können, setzt das Gesundheitsamt auf die Unterstützung durch die Pflegekräfte vor Ort. Begleitet und überwacht werden die Abnahmen der Abstriche sowie die Kennzeichnungen der Proben aber von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. Noch am selben Tag leitet das Kreisgesundheitsamt die Proben an das Labor weiter.

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