Flüchtlinge im Landschaftsbau schulen
Bild: Stock
Flüchtlinge in elf Monaten fit für den ersten Arbeitsmarkt machen – das ist das Ziel von (v. l.) Johannes Frizen, Christoph Lau, Joachim Fahnemann, Andrea Schütte, Björn Plaas, Brigitte Klausmeier, Pia von Steegen, Reinhard Schulze Tertilt und Peter Hettich. Sie infomierten in Warendorf über das Deula-Konzept „Welcome to win - work in nature“.
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Zunächst 20 Flüchtlinge werden auf eine berufliche Tätigkeit oder Ausbildung in den „grünen Berufen“ des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus vorbereitet. Partner sind die Arbeitsagentur, das Jobcenter, die Berufsverbände und das Landwirtschaftsministerium NRW. In dem Pressegespräch wurde das Seminar als „Leuchtturm und für andere Sparten beispielhaftes Pilotprojekt“ bezeichnet. Deula-Geschäftsführer Björn Plaas eröffnete die Gesprächsrunde und betonte die Verantwortung, in der die Deula als Bildungsstätte stehe. „Wir müssen uns so engagieren, dass sowohl die Betriebe als auch die Flüchtlinge profitieren.“ Joachim Fahnemann, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Ahlen-Münster, sah in dem Projekt ebenfalls eine Gewinn-Situation: „Der Bedarf an Arbeitskräften in dieser Branche ist groß, die Migranten wollen arbeiten und eine Perspektive bekommen. So kann durch die Deula diese beidseits klaffende Lücke geschlossen werden.“ Wenn man wolle, gehe alles eigentlich ganz einfach, erklärte Reinhard Schulze Tertilt aus dem Präsidium des Gartenbau-Verbands. „Auf die Nachfrage, wer dieses Projekt unterstützt, hatten wir eine gute Resonanz. Ich selbst beschäftige zwei Syrer und bin mit ihrer Entwicklung sehr zufrieden.“ Andrea Schütte als Projekt-Verantwortliche schilderte die Entwicklung und den Aufbau des Seminars: „In sechs Modulen lernen die Seminarteilnehmer zunächst etwas über die deutsche Sprache und Kultur, um dann immer mehr praxisnah zu arbeiten und im November mit einem Zertifikat die Chance auf Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt zu bekommen. Frei nach dem Motto ‚leben, lernen, arbeiten’“. Dies trage am ehesten zur Integration bei.

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