Flüchtlingsstrom sorgt für Dauereinsatz
Flüchtlingshilfe: Die DRK-Gruppe aus dem Kreis Warendorf unter der Leitung vom Gruppenführer Daniel Böckamp (2. v. r.) vor der Abfahrt in das Auffanglager Unna. Dort sind sie insgesamt 36 Stunden im Einsatz.

Der starke Zustrom von Menschen, die Asyl suchen, hat das Land NRW veranlasst, mehrere Auffangstationen einzurichten. Eine davon ist das Lager Unna-Massen. Die 2009 geschlossene Einrichtung wurde Mitte Oktober wieder reaktiviert. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit der Betreuung und Registrierung der Flüchtlinge beauftragt worden. Seit der Wiedereröffnung unterstützen die Einsatzeinheiten aus NRW die DRK-Einsatzabteilung „Westfalen“ mit Helfern und Material.

Erste Betreuungsgruppe

Am vergangenen Wochenende ist aus dem Kreis Warendorf die erste Betreuungsgruppe in Marsch gesetzt worden, um eine 36-Stundenschicht zu leisten. Sonntagnachmittag machte sich die 13 Helfer auf den Weg, um pünktlich um 19 Uhr ihren Dienst antreten zu können. Unter der Leitung von Daniel Böckamp sind sie in Wechselschichten tätig, kümmern sich um die Ausgabe von Verpflegung und um notwendigen Dingen für den täglichen Bedarf der Menschen in dem Lager. Es sind dort zurzeit 318 Flüchtlinge untergebracht – für rund 400 Menschen ist die Einrichtung ausgelegt.

Alarmierung

Die Alarmierung der Warendorfer kam allerdings nicht ganz überraschend. Dennoch blieb nur wenig Zeit für die Einsatzkräfte, um die Situation mit den jeweiligen Arbeitgebern zu klären – denn schließlich ist ihre Anwesenheit bis Dienstagmorgen erforderlich. Vor den Warendorfern war 36 Stunden lang eine Betreuungsgruppe aus Soest im Einsatz, die Helfer aus dem heimischen Kreis werden wiederum von Betreuern aus dem Kreis Steinfurt abgelöst. Eine lange Ruhephase für die Rotkreuzler gibt es allerdings nicht: Bereits am kommenden Samstag wird eine komplette Einsatzeinheit mit insgesamt 33 Helfern den Weg nach Unna antreten.

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