Förderung nicht in Händen der Politik
Mit viel Kritik hatte die Eurobahn in letzter Zeit zu kämpfen. Eine Lösung sucht jetzt auch die CDU.

Daher solle man sich über mögliche Lösungsansätze beraten, die die Situation entschärfen. Dabei kam von Guido Gutsche, Fraktionsvorsitzender der CDU, die Anregung einer möglichen Förderung des Jobcenters für Ausbildungen und Umschulungen zum Lokführer beziehungsweise Berufskraftfahrer. Es solle geprüft werden, inwieweit eine Übernahme von Teilkosten der Berufsausbildung – die zwischen 20 000 und 30 000 Euro liegen – durch das Jobcenter möglich sei. Denn Kandidaten für die Jobs gebe es. Das habe er auch im Bekanntenkreis erfahren. Weil die Umschulung für seinen Bekannten einen zu hohen Kostenaufwand dargestellt habe, habe er sich für einen anderen Job entscheiden müssen. Und das, obwohl die Eurobahn händeringend nach Zugführern sucht.

Kritik am Antrag gab es unter anderem durch Markus Diekhoff von der FDP: „Die Eurobahn ist an ihrem Personalmangel selbst Schuld wegen ihrer über lange Zeit sehr schlechten Arbeitsverträgen. Ich sehe es nicht ein, dass wir jetzt ein Förderprogramm für einen solchen Großkonzern entwickeln.“ Auch Uli Schlösser, Bündnis 90/Die Grünen, äußerte sich skeptisch über ein potenzielles Förderungsprogramm: „Die Beobachtung des Arbeitsmarktes ist zwar wichtig, sollte aber nicht in die Politik verlagert werden.“ Dass Möglichkeiten einer Förderung von Zugführer-Jobs zumindest geprüft werden sollen, beschlossen die Mitglieder des Kreisausschusses einstimmig.

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