Für jeden Bewerber ein Ausbildungsplatz
Die Arbeitgeber in der Region meldeten weniger offene Lehrstellen als im vergangenen Jahr. Dennoch sind 65 davon noch unbesetzt.

Da sich aber im gleichen Maße weniger junge Menschen als Bewerber um einen Ausbildungsplatz bemüht haben, standen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz dennoch gut. Mit 3882 gemeldeten Ausbildungsstellen verzeichnete die Agentur im Vergleich zum Vorjahr im zweiten Jahr in Folge ein sinkendes Lehrstellenangebot. Der Rückgang betrug 4,2 Prozent. „Mit Blick auf die kommende demografische Veränderung ist das sinkende Angebot an Lehrstellen bedenklich“, sagt Sandra Pawlas, Stellvertretende Leiterin der Arbeitsagentur. „Offensichtlich ist der Fachkräftebedarf von morgen für manche Unternehmen heute noch kein Thema. Die Erwartung, dass Betriebe den einmaligen doppelten Abiturjahrgang nutzen, um Bewerber mit guter schulischer Vorbildung als Nachwuchskräfte zu gewinnen, hat sich nicht bestätigt“, erläutert Pawlas. Die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze im Kreis Warendorf sank um 53, das sind 2,9 Prozent.

65 Lehrstellen unbesetzt

65 Lehrstellen blieben zum Ende des Berichtsjahres am 30. September noch unbesetzt. Die Gründe dafür sind vielfältig. „Viele Arbeitgeber möchten ihre Anforderungen komplett erfüllt sehen. Kompromisse, wenn Kandidaten beispielsweise nicht in allen Fächern die gewünschte Schulnote mitbringen, werden selten gemacht“, berichtet Pawlas. Um Betriebe zu bewegen, auch Bewerbern mit vermeintlichen Defiziten eine Ausbildung zu ermöglichen, bietet die Arbeitsagentur ausbildungsbegleitende Hilfen. Mehr als 400 Plätze stehen in diesem Jahr für unterstützenden Unterricht für Auszubildende zur Verfügung. „Viele Betriebe haben damit gute Erfahrungen gemacht“, unterstreicht Sandra Pawlas. „Mancher, der in der Schule nicht zu den Klassenbesten gehörte, entwickelt sich während der Lehre und erzielt mit etwas Unterstützung einen guten Ausbildungsabschluss.“

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