Fusion von Energieversorgern scheitert
Bild: dpa
Die Fusion der lokalen Energieversorger aus Oelde (EVO) und Beckum (EVB) ist vorerst gescheitert.
Bild: dpa

Wesentliche Verhandlungspunkte hätten nicht einvernehmlich gelöst werden können, erklärte Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop zur Begründung für den Verwaltungsvorschlag. An dieser Einschätzung hätten auch letzte Anstrengungen zur Fortführung der Gespräche nichts ändern können.

Noch am Montag habe Beckums Bürgermeister einen Rettungsversuch unternommen mit dem Angebot, Chancen und Risiken der EVB-Beteiligung an dem Gekko-Kraftwerksprojekt aus dem fusionierten Unternehmen herauszuhalten. Inhalt dieses Zugeständnisses in letzter Minute sei aber für Oelde sowieso stets „Grundvoraussetzung und Bedingung“ einer Fusion gewesen, stellte Knop klar.

Bürgermeister: Neben Zahlen muss das Bauchgefühl stimmen

Hingegen war auch zuletzt keine Einigung über die Knackpunkte Verwaltungssitz und Geschäftsführung zu erreichen. Bei einem dieser Punkte wollte Oelde zum Zug kommen, um die angestrebte partnerschaftliche Lösung zu erreichen. Bürgermeister Knop zeigte sich überzeugt, dass neben den wirtschaftlichen Daten „auch das Bauchgefühl“ stimmen müsse. Anders könnten die Chancen der Fusion auch mit den Mitarbeitern nicht genutzt werden.

Dieses Bauchgefühl aber stimmte am Montagabend auch für die Ratsmehrheit nicht. Allein die SPD vermisste laut ihrem Sprecher Francisco Rodriguez „wenigstens ein ökonomisches oder rationales Argument“ und stimmte fast geschlossen gegen das Ende der Fusionsgespräche.

Die Sozialdemokraten scheiterten auch mit einem eigenen Antrag im Zusammenhang mit der EVO. Die SPD wollte die im Vorfeld der Fusionsbemühungen beschlossene Aufstockung der städtischen EVO-Anteile aussetzen. Doch die Mehrheit des Rates folgte der Einschätzung der Verwaltung, dass die Anteilsaufstockung wirtschaftlich sinnvoll sei.

SOCIAL BOOKMARKS