Geldsegen setzt Kreis unter Zeitdruck
1,6 Millionen Euro erhält der Kreis Warendorf zusätzlich vom Land NRW für den Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Allerdings muss das Geld zügig verbaut werden.

Die Vorgabe des landes an den Kreis: Rund eine Million Euro muss bis Ende des Jahres verbaut sein, weitere 600 000 Euro bis Ende 2012, sonst verfällt das Geld. Und Letzteres, so die Stellvertretende Leiterin des Jugendamts, Anne Middendorf, wolle sie auf gar keinen Fall: „ Es wird keine Übertragung der Mittel geben.“ Trotz der Kürze der Zeit, zeige man sich gut vorbereitet: „Die Träger stehen in den Startlöchern“, so Middendorf, um weitere 135 Plätze in Tageseinrichtungen und 162 Plätze in der Kindertagespflege zu errichten. Schon in einer früheren U-3-Ausbauphase seien die Lücken registriert worden, die nun geschlossen werden könnten. Deshalb werden besonders viele Schlafräume als Neubauten in den Einrichtungen von neun Städten und Gemeinde entstehen. Aber auch in Ausstattung für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren darf investiert werden.

Kein Eigenanteil

 Schmackhaft gemacht wird dieses Angebot den Trägern zudem dadurch, dass sie verpflichtend keinen Eigenanteil an den Baumaßnahmen zu erbringen haben (bei früheren Maßnahmen waren es rund zehn Prozent). „Das liegt an der knappen Finanzbemessung pro Platz“, werden die Bauherren laut Jugendamtsleiter Wolfgang Rüting wohl nicht ganz daran vorbeikommen, automatisch einen Griff in die eigene Schatulle zu tun, um letztlich die Aus- und Umbaumaßnahmen vernünftig abschließen zu können. Mit der Zustimmung am Montag konnte die Kreisverwaltung das Verfahren in Gang setzen, von dem mehr als 20 Kinder-Einrichtungen profitieren werden. Kreisdirektor Dr. Heinz Börger: „Wir stehen ziemlich unter Zeitdruck.“ Durch die dann neu geschaffenen U-3-Plätze steige die Versorgungsquote im Kreis Warendorf laut Wolfgang Rüting auf rund 39 Prozent.

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