Genervt von pauschalen Anschuldigungen 
Bild: Kraneburg
Die Lage der heimischen Landwirtschaft war Thema beim Kreisverbandstag in der Stadthalle in Ahlen: (v. l.) Andreas Tigges (Landjugend), Margret Möllmann (Landfrauen). Hermann-Josef Schulze-Zumloh (Vorsitzender der landwirtschaftlichen Kreisverbands), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Lars Schrader (Referent), Karl Werring (Kreislandwirt) und Dr. Matthias Quas (Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbands).
Bild: Kraneburg

„Wir sind es satt, von einigen tausend Besserwissern täglich der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen zu werden“, reagierte der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Kreisverbands, Hermann-Josef Schulze-Zumloh, unter anderem auf die jüngste Demonstration mit 50 000 Teilnehmer, die unter dem Slogan „Wir haben es satt“ in Berlin auf die Straße gegangen waren – im Fokus besonders die praktizierte Tierhaltung und -zucht. Für Schulze-Zumloh ein buntes Konsortium verschiedener Parteien und Verbände, die „pauschal die Landwirtschaft an den Pranger stellten“.

„Wir sind stolz auf unseren Beruf“

Schulze-Zumloh: „Wir sind stolz auf unseren Beruf.“ Ohne die heimische Landwirtschaft sei der erreichte Wohlstand nicht denkbar. „Da ist viel Stimmungs- und Meinungsmache – ich weiß nicht, woher die ihre Informationen haben“, kritisierte auch der Gastreferent Dr. Lars Schrader, Leiter des Instituts für Tierschutz und Tierhaltung (Celle), den Aufzug in Berlin. Das bedeute nicht, dass es in Sachen Tierschutz nichts zu verbessern gebe. Im Bereich der Schweinehaltung, so der Fachmann, könnten größere Stallboxen oder andere Fußböden beispielsweise die Aggressivität der Tiere eindämmen und so das Verletzungsrisiko untereinader abmildern. Dabei könne aber nicht die Wirtschaftlichkeit der Betriebe außer Acht gelassen werden.

SOCIAL BOOKMARKS