Goldkarte für verdiente Ehrenamtliche
Bild: Kraneburg
Mitmachen ist Ehrensache: Die Kooperation in Sachen Ehrenamtskarte unterstützen (hinten v. l.) Franz-Ludwig Blömker (Akademie Ehrenamt), die Bürgermeister Joachim Schindler (Ostbevern), Karl-Friedrich Knop (Oelde), Dr. Karl-Uwe Strothmann (Beckum), Hans-Hermann Beier (Akademie Ehrenamt), Thomas Kamp-Deister (LVHS) sowie bei der Unterzeichnung Ministerialdirigent Klaus Bösche und Bürgermeisterin Elisabeth Kammann (Beelen).
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Mit ihren Unterschriften schlossen sich am Donnerstag Bürgermeisterin Elisabeth Kammann für Beelen, Dr. Karl-Uwe Strothmann für Beckum, Karl-Friedrich Knop für Oelde und Joachim Schindler für Ostbevern einer Initiative von inzwischen rund 100 Kommunen in NRW an, die das Ehrenamt belohnen möchten. Die Karte ermöglicht unter anderem vergünstigte Eintrittspreise in öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern und Museen, bei Kulturveranstaltungen, aber auch bei Handwerkerleistungen – und zwar in ganz NRW. Verliehen werden kann sie an Personen, die in Vereinen oder Institutionen mindestens zwei Jahre lang fünf Stunden pro Woche (oder 250 Stunden im Jahr) ohne Lohn oder einer pauschalen Aufwandsentschädigung tätig sind. Im Jugendbereich könne man noch einmal über die Zwei-Jahresregelung nachdenken, so Hans-Herrmann Beier von der koordinierenden Akademie Ehrenamt – das sei für Heranwachsende schon eine lange Zeit. Die Ehrenamtskarte sei eine „besondere Form der Wertschätzung“, so Dr. Strotmann. Ohne Ehrenamtliche gäbe es keine Freiwillige Feuerwehr, kein THW, keine Sportvereine und kein Kulturleben. „Da könnten Sie uns noch so viele Schlüsselzuweisungen geben“, meinte Strothmann an die Adresse von Ministerialdirigent Klaus Bösche (NRW-Familienministerium), der als Landesvertreter die Vereinbarung mit unterzeichnete.

Vertrauen zählt

Bei der Vergabe setze man auch auf Vertrauen, bat der Vorsitzende der Akademie Ehrenamt, Franz-Ludwig Blömker, die Antragssteller um Verantwortungsbewusstsein. Man werde nicht den Einzelfall prüfen, aber Vorstandsmitglieder eines Vereins, die sich alle gegenseitig entsprechendes Engagement bescheinigen, sollte es nicht geben. Dennoch, so Joachim Schindler, werde die Zahl der Berechtigten nicht klein sein. Allein für Ostbevern schätzt er rund 200. Für die Kommunen, da ist sich Dr. Strothmann sicher, ist der Einnahmeausfall durch die Benutzung der Karte zu verkraften: „Das ist es uns wert.“ Ziel ist es, in Kürze alle Kommunen im Kreis zum Mitmachen zu bewegen.

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