Gutachter setzt WLE-Bahnstrecke aufs Gleis
Die (reaktivierte) WLE-Strecke erschließt den südlichen Stadtbereich von Münster und führt bis nach Sendenhorst.

 Nach einer weiteren behördlichen Abstimmung ist der Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags am Zug. Außer der genannten Strecke weist die Route Harsewinkel-Gütersloh-Verl (Teutoburger Wald-Eisenbahn TWE) positive volkswirtschaftliche Ergebnisse auf. „Neben den für beide Strecken vorliegenden vertiefenden Planungen ist der nun erstellte positive Nachweis zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen der wesentliche Baustein für das weitere Vorgehen“, sagte Joachim Künzel, NWL-Geschäftsführer. „Das ist erfreulich, die Reaktivierungspläne nehmen jetzt richtig Fahrt auf. Jetzt liegt der Ball beim Land“, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke. „Das Land wird aufgefordert, beide Reaktivierungsprojekte nach Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan über den Verkehrsausschuss auch für die Aufnahme in den Infrastrukturfinanzierungsplan vorzuschlagen.“ Die WLE-Strecke erschließt den südlichen Stadtbereich von Münster mit dem Bereich Halle Münsterland (Stadthafen), dem Gewerbegebiet Loddenheide und den Stadtteilen Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck. Sie bindet die Stadt Sendenhorst einschließlich des Ortsteils Albersloh an das wachsende Oberzentrum und den Bahnknoten Münster an. Im Stadtbereich Münster verkehrt die WLE bis Wolbeck im 20-Minuten-Takt und ist eingebunden in den Stadtverkehr; nach Sendenhorst gibt es zwei stündliche Verbindungen mit di-rekten Bus-Anschlüssen nach Beckum und Ennigerloh. Die Planungen umfassen die Erneuerung der Gleise, Weichen und Signalanlagen. Der NWL setzt sich zum Ziel, dort nachhaltige Antriebstechnologien einzusetzen. Den beteiligten Städten, Kreisen und NWL-Mitgliedsverbänden wird angeboten, dass die Bewertungsergebnisse durch die Gutachter auch in deren jeweiligen Gremien präsentiert werden.

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