Hohe Lebenserwartung in heimischen Kreisen
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Im Ruhrgebiet ist die Lebenserwartung statistisch am niedrigsten in Deutschland.
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In Gelsenkirchen geborene Mädchen können beispielsweise statistisch nur auf 82,2 Lebensjahre hoffen, Jungen erreichen im Schnitt 76,8 Jahre. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 83,3 Jahren für Frauen und 78,5 Jahre für Männer. Gelsenkirchen kommt damit nach der Auswertung nur auf Platz 400 von 402 Kreisen in Deutschland. Kaum besser sieht es in Herne (Platz 396), Duisburg (Platz 388) und Essen (Platz 381) aus.

Größere Spanne zwischen Frauen und Männern im Kreis Warendorf

Im Kreis Gütersloh liegen die statistischen Werte bei rund 84,0 (Frauen, Platz 114) und 79,3 (Männer, Platz 101). Im benachbarten Kreis Warendorf ist die Schere zwischen Frauen und Männern sogar noch größer: Dort liegt die statistische Lebenserwartung für Frauen bei rund 84,4 Jahren (Platz 76), für Männer bei rund 78,9 Jahren (Platz 169).

Die Wissenschaftler sehen unter anderem hohe Arbeitslosenzahlen und die Quote der Hartz-IV-Empfänger als Erklärungen, dass in Ruhrgebiet die Lebenserwartung niedriger ist. „Wer Unterschiede in der Lebenserwartung reduzieren will, muss vor allem die Lebensbedingungen des ärmsten Teils der Bevölkerung verbessern“, sagte Roland Rau vom Max-Planck-Institut in Rostock. Hingegen hätten Faktoren wie das Durchschnittseinkommen, die Zahl der Ärzte pro 100.000 Einwohner oder die Bevölkerungsdichte einen weitaus geringeren Einfluss.

Geburts- und Sterbezahlen verglichen

Am längsten leben die Menschen laut der Statistik in Kommunen in Bayern - Starnberg bei München führt die Aufstellung mit 85,7 Jahren für Frauen und 80,7 Jahren für Männer an. Bundesweit unterscheidet sich die Lebenserwartung bei den Männern um bis zu 5,4 Jahre, bei Frauen betrage der maximale Unterschied knapp vier Jahre. Für die im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Statistik hatten die Forscher offizielle Geburts- und Sterbezahlen aus den Jahren 2015 bis 2017 ausgewertet.

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