Hunde gegen Staupe impfen lassen
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Der Spaziergang im Wald mit dem Hund ist gerade in Corona-Zeiten besonders erholsam. Tierbesitzer sollten aber an den Impfschutz für die Vierbeiner denken. Im Nachbarkreis Soest sind vermehrt Fälle von Staupe-Infektionen aufgetreten. Ungeimpfte Hunde sind besonders gefährdet, sich zu infizieren.
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Hintergrund sind derzeit Übertragungen bei Wildtieren. Betroffen sind in diesem Fall insbesondere Waschbären. Bei der Untersuchung von zwei verendeten Tieres ist das hochansteckende Virus unter anderem bei Welver im Kreis Soest nachgewiesen worden. Auch bei Füchsen soll die Krankheit inzwischen grassieren. 

Für Menschen ungefährlich

Für Menschen ist die Seuche ungefährlich. Infizieren sich Tiere, endet das aber oft tödlich. Die Übertragung des Virus erfolgt über Körperflüssigkeiten, die im Gras oder Laub auf dem Boden hängenbleiben. Das nächste Tier kommt mit dem Virus beispielsweise beim Schnüffeln in Kontakt. 

Beachtliche Waschbär-Population

Im Kreis Warendorf bestätigen Jäger inzwischen eine beachtliche und durchaus wachsende Population von Waschbären. Die Raubtiere sind mobil und kommen auf ihren Wegen auch über die Kreisgrenzen. „Es macht grundsätzlich Sinn, Hunde gegen die Staupe impfen zu lassen“, gibt Kreispressesprecher Felix Höltmann eine Empfehlung des Kreisveterinäramtes weiter. 

Impfpässe überprüfen

Hundebesitzer sollten die Impfpässe ihrer Vierbeiner überprüfen und auch über Auffrischungsimpfungen nachdenken. Besonders gefährdet sind Welpen und ältere Hunde. Anzeichen einer Staupe-Infektion sind hohes Fieber und Appetitlosigkeit. Es kann zu Bewusstseinsstörungen, gesteigerte Aggressivität und Nervenlähmungen bei den Hunden kommen.

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