Imageträger des Kreises Warendorf
Bild: Edelkötter
In Warendorf sind die Jugendsportförderpreise 2012 vergeben worden.
Bild: Edelkötter

„Puh, damit hätten wir nicht gerechnet“, gaben Dreckmann und Ottens nach der Siegerehrung lachend zu. Die beiden Blondinen überzeugten die Jury mit ihrem westdeutschen Meister-Titel U 16, dem zweiten Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften der Altersklasse U 18 sowie einer Bronzemedaille beim Deutschlandpokal der Beachvolleyballerinnen. „So jung und schon so erfolgreich“, fasste Laudator Karl Piochowiak, Vorsitzender des BSV Ostbevern, stolz zusammen. „Vielleicht sehen wir euch bei den Olympischen Spielen in Rio“, spornte Christof Kelzenberg, Moderator der Veranstaltung, die beiden Nachwuchs-Sportlerinnen an.

Der Sportjugendförderpreis wird vom Kreissportbund Warendorf und den Volksbanken im Kreis Warendorf ausgelobt. Die Geldpreise wurden in diesem Jahr von Radio WAF gestiftet. Der Preis war diesmal mit insgesamt 4800 Euro dotiert. Die Sieger jeder Kategorie erhielten 1000 Euro, die Platzierten je 500 Euro, 200 Euro sowie 100 Euro.

So schnell wie Dennis Biederbick war in Deutschland im vergangenen Jahr in seiner Altersklasse keiner über die 800 Meter. „Und im Kreis Warendorf war überhaupt noch nie jemand in seinem Alter so schnell unterwegs“, betonte Laudator und Landesauswahltrainer Leo Monz Dietz. Dreimal pro Woche trainiert der 15-jährige Biederbick derzeit, viermal, so Monz Dietz, wären besser und in absehbarer Zukunft sollte das Training gar auf zehn bis zwölf Stunden pro Woche ausgedehnt werden, um international mithalten zu können.

„Ausdauersportler benötigen eine herausragende Gesamtpersönlichkeit, um die psychische Stärke für ihre Wettkämpfe zu haben“, betonte der Landestrainer und gab dem jungen Preisträger mit auf den Weg: „Dieser Preis ist eine Verpflichtung, weil du aus der Anonymität heraus trittst. Und ich hoffe, dass er nicht das Ende einer vielversprechenden Jugendkarriere sein wird sondern nur eine Durchgangsstation.“ Da konnte Biederbicks Haustrainer Ralf Gosda beruhigen. „Nächstes Jahr wollen wir den DM-Titel über 800 Meter holen“, kündigte er schon einmal ehrgeizig an.

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