Jobcenter für Umbruch gerüstet
Zahlreiche Daten mussten im Jobcenter in das neue Programm des Kreises Warendorf übertragen werden. Dafür sorgten unter anderem: (v. l.) Milena Hänel (Mitarbeiterin der Anlaufstelle in Warendorf), Petra Schreier (Leiterin des Jobenters) und Waldemar Lipinski (IT-Mitarbeiter des Kreises).

Der Kreis übernimmt die Betreuung von rund 16 000 Leistungsempfängern nach dem SGB II in Alleinregie. Seit April arbeiten die Mitarbeiter des Jobcenters und auch der Kreisverwaltung daran, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Denn die betroffenen Bürger sollen möglichst wenig von dem Umstellungstermin merken. „Perspektivisch erhoffen wir uns jedoch deutliche Qualitätsverbesserungen in der Betreuung und Vermittlung der Langzeitarbeitslosen“, so die Leiterin des Jobcenters, Petra Schreier. Sie ist sich sicher, dass die ersten Ziele, allen Betroffenen auch ab Januar pünktlich das Arbeitslosengeld II auszuzahlen und ihnen weiterhin eine gute Betreuung zu gewährleisten, erreicht werden. Die Mitarbeiter mussten für die neue Software geschult, die Datensätze größtenteils per Hand in die neue EDV eingepflegt werden. Es wurden neue Rechner aufgestellt, und eine neue Telefonanlage wurde installiert.

Mehr als 100 Mitarbeiter mit neuen Arbeitsverträgen

 Mehr als 100 Mitarbeiter erhielten neue Arbeitsverträge beim Kreis Warendorf. Die Organisation und die Abläufe wurden optimiert. Kooperationsverträge mit der Bundesagentur für Arbeit wurden geschlossen. „Manchmal waren es Kleinigkeiten, die sich als schwierig erwiesen“, berichtet Petra Schreier, bislang Geschäftsführerin und ab Januar Amtsleiterin des Jobcenters. So galt es, Detailfragen der ordnungsgemäßen Datenerfassung, der rechtmäßigen Personalüberstellung oder des reibungslosen Postverkehrs zu klären. Schätzungsweise 1000 Einzelfragen zur Gesamtorganisation wurden beantwortet. „Dass wir so weit sind, wie wir sind, verdanken wir in erster Linie unseren Mitarbeitern, die in den vergangenen Monaten fast pausenlos im Einsatz waren. Nur durch ihren großen Einsatz auch an Abenden und Wochenenden konnten wir das Ziel erreichen“, lobt Petra Schreier ihr Team. „Ich bin froh, so eine motivierte Mannschaft zu haben“, so die Leiterin.

SOCIAL BOOKMARKS