Kampagne gegen Plastik in der Biotonne
Das Paket für „#Wirfuerbio“ in Westfalen geschnürt: Im Bild die Vertreter der Abfallgesellschaften (v. l.) Stefan Pöschel (Kreis-Abfall-Verwertungs-Gesellschaft, Minden-Lübbecke), Manuela Feldkamp (AWM, Stadt Münster), Jürgen Schrewe (Entsorgungswirtschaft Soest), Thomas Grundmann (Abfallwirtschaftsgesellschaft Kreise Warendorf und Gütersloh), Peter Kleyboldt (Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland, Kreis Borken), Stefan Bölte (Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld) gemeinsam mit dem Begründer der Kampagne Jens Ohde (GAB-Umweltservice / Hamburg) und der Gestalterin der Kampagne Tanja Schweitzer (Schweizermedia).

Bei den Abfallwirtschaftstagen in Münster wurde nun besiegelt, was die Vertreter aus den Abfallwirtschaftsgesellschaften in mehreren Projekttreffen erarbeitet haben. Zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung kam auch der Initiator: Jens Ohde, Geschäftsführer des GAB-Umweltservice in Hamburg, begleitet von Kampagnenentwicklerin Tanja Schweitzer. „20 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, finden sich inzwischen in der Biotonne“, fasst Thomas Grundmann stellvertretend das Problem zusammen. Thomas Grundmann ist Geschäftsführer der GEG (Gesellschaft zur Entsorgung von Anfällen Kreis Gütersloh) und der AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf). Die Menge des gesammelten Bio- und Grüngutes in Westfalen sei absolute Spitze (183 Kilogramm pro Person und Jahr), der Restmüllanteil durch die konsequente Mülltrennung sehr niedrig (143 Kilogramm pro Person und Jahr). Dennoch haben die sieben Entsorgungsgesellschaften in ihren kreiseigenen Kompostwerken die Beobachtung gemacht, dass es zu immer mehr Fehleinwürfen in der Biotonne kommt. Beispiel Kaffee: Pulverkaffee und Filter sind ein klarer Fall für die Biotonne, moderne Kaffeekapseln hingegen nicht. Das Kunststoffgehäuse zersplittert während der Verarbeitung im Kompostwerk, diese gelangen in den fertigen Kompost und damit im Garten oder auf dem Feld. Allgemein gilt daher: Wer seinen Abfall konsequent richtig trennt, kann sich im eigenen Haushalt aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Mit der Kampagne in Westfalen wollen die Beteiligten für eine sortenreine Bioabfallerfassung werben und sagen daher gemeinsam: „Kein Plastik in die Biotonne.“

SOCIAL BOOKMARKS