Kein Schritt Richtung Abfallvermeidung
Alle Appelle zur Abfallvermeidung haben kaum gefruchtet: Die Hausmüllmengen, die von der AWG verarbeitet werden, haben praktisch über Jahre nicht abgenommen.

Mit einem Abfallaufkommen von 163 823 Tonnen wurde 2018 im Vergleich der vergangenen zehn Jahren allerdings ein Höchstwert erreicht. 2011 lag die Müllmenge, die von der AWG verarbeitet worden ist, noch bei 153 731 Tonnen. Das geht aus dem Statusbericht 2019 hervor, den die Entsorgungsgesellschaften für die Kreise jährlich veröffentlichen.

Restmüll

Die relevanten Abfallstoffe, die unsortiert in die graue Tonne gelangen, sind dabei mengenmäßig über die Jahre aber konstant geblieben. 2011 lag die Hausmüllmenge bei 35 543 Tonnen, für 2019 wird ein Aufkommen von 34 692 Tonnen erwartet. Auch das Sperrmüllaufkommen hat sich volumenmäßig kaum verändert. Im Durchschnitt liegt die Anlieferung zwischen 10 000 und 11000 Tonnen pro Jahr. „Trotz jahrelangem Einsatz für Müllvermeidung haben wir einen Rückgang nicht erreichen können“, muss der Prokurist der AWG, Andreas Meschede, angesichts dieser Zahlen feststellen.

Kleine Schritte

Er sieht die kleinen Schritte wie die selbst mitgebrachte Einkaufstasche statt der Plastiktüte, aber flächendeckendes Bemühen, um beispielsweise Verpackungsmüll zu vermeiden, sieht er nicht. Das würde schon bei den Produktherstellern anfangen, die sich auch überlegen sollten, wie die Dekoration anschließend zu verwerten sei. Meschede: „Ein Gemisch aus Kunststoff, Papier und Alufolie ist einfach schlecht recycelbar.“

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