Keine Bescherung für Langfinger
Bild: Poschmann
Um die Bevölkerung vor den momentan umtriebigen Taschendieben zu warnen, hängten am Dienstag Peter Newels, Karina Cajo (Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz), Wolfgang Krause, Susanne Dirkorte-Kukuk (Leitung Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz), Landrat Dr. Olaf Gericke, Christoph Berger, Dieter Wohlgemuth und Stephan Krückemeyer (v. l.) Plakate in der Warendorfer Innenstadt auf.
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Durch sie soll auf die Hochzeit von Taschendieben aufmerksam gemacht, sollen Bürger zur Vorsicht und Aufmerksamkeit aufgefordert werden. Der Grund: Die Zahl der Taschendiebstähle ist stark angestiegen. Waren es im vergangenen Jahr 38, wurden in diesem Jahr bereits mehr als 180 Fälle gemeldet. Die Täter reisen überwiegend aus dem Ruhrgebiet an, weshalb sich der Schwerpunkt vor allem auf Beckum und Ahlen aufgrund der Autobahnnähe konzentriert. Aber auch Oelde und Warendorf als größere Städte im Kreis bleiben nicht verschont. Durch 150 Plakate, die in den vier Städten verteilt werden, aber auch durch Flyer mit Verhaltenstipps, sollen Bürger für das Thema sensibilisiert werden. „Viele bekommen jetzt ihr Weihnachtsgeld ausgezahlt, die Portemonnaies sind voll“, sagte Dr. Olaf Gericke. Eingebunden werde auch die Kaufmannschaft mit dem Ziel, möglichst viele Hinweise auf die Täter zu erlangen. Die Aufklärungsquote bei Taschendiebstählen liegt übrigens bei zehn bis 20 Prozent. „Die Täter treten selten alleine auf und beobachten im Vorfeld ihre Opfer sehr genau. Durch das arbeitsteilige Vorgehen bemerken die Opfer den Diebstahl erst, wenn es zu spät ist“, erläuterte Kriminaloberrat Peter Newels die niedrige Aufklärungsquote. Newels appelliert an die Bürger, keine großen Geldbeträge bei sich zu tragen und verdächtige Personen über die „110“ zu melden. In Warendorf arbeitet die Kaufmannschaft bereits seit Jahren eng mit den Bezirksbeamten Dieter Wohlgemuth und Wolfgang Krause zusammen. „In den Geschäften liegen die Visitenkarten bereit“, so Stephan Krückemeyer und Christoph Berger.

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