Kocker mit 98 Prozent zum Kandidaten gewählt
Bild: Kessing
Auf einen neuen Kurs für den Kreis Warendorf schworen Dennis Kocker (l.) und Bernhard Daldrup ihre Parteifreunde ein.
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Unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften hatten sich die rund 50 Delegierten in der Stadthalle versammelt, darunter auch Vertreter von Bündnis 90 /Die Grünen (Ali Bas) und der Partei Die Linke (Reiner Jenkel und Stephan Schulte). Diese unterstützen Dennis Kocker bei der Landratswahl.

FWG hat sich anders entschieden

Gerne hätte man auch die Freie Wählergemeinschaft (FWG) im Boot gehabt, sagte SPD-Kreischef Bernhard Daldrup in seiner Begrüßung. Diese hätte sich jedoch anders entschieden, bedauerten Daldrup und später auch Kocker. Die FWG sei nicht abgeneigt gewesen, ihn mitzutragen, sagte der Landratskandidat.

In gewohnt leidenschaftlicher Form hatte Bernhard Daldrup die Delegierten auf den bevorstehenden Kommunalwahlkampf eingestimmt. „Im Kreis herrscht eine Wechselstimmung“, so der SPD-Politiker. Wahlen seien die Essenz der Demokratie. Sie verlangten nach Auseinandersetzung und Unterscheidbarkeit, warb der Bundestagsabgeordnete für den von Dennis Kocker als Motto ausgegebenen neuen Kurs.

Öffentlichen Personennahverkehr stärker fördern

„Man wird nicht als Landrat gewählt, weil man die letzten fünf Jahre gute Politik gemacht hat. Man wird als Landrat gewählt, weil die Leute einem das Vertrauen in das schenken, was man die nächsten fünf Jahre machen wird.“ Und dazu gehört laut Kocker eine Verkehrswende im Kreis Warendorf. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) müsse stärker gefördert werden. Regional- und Schnellbuslinien müssten besser getaktet werden.

WLE-Strecke bis Lippstadt ausbauen

Außerdem setzt sich Kocker für den Ausbau der WLE-Strecke bis nach Lippstadt ein. Ganz klar spricht er sich gegen den „überdimensionierten Ausbau“ der B 64n aus. Wichtig sei ihm zudem öffentlich gefördertes Wohnen. Bezahlerbarer Wohnraum sei knapp. Außerdem will er Elternbeiträge für Kita und OGS bis zu einer Einkommensgrenze von 37 000 Euro freistellen. Die Digitalisierung müsse mehr Fahrt aufnehmen.

Sportvereine besser vernetzen

Er warb zudem für die Wertschätzung des Ehrenamtes, zum Beispiel durch eine bessere Vernetzung der Sportvereine. „Wir Sozialdemokraten machen es besser, wir müssen rausgehen und zeigen, wie gut wir sind“, betonte Kocker abschließend. Stehend zollten ihm die Delegierten Beifall für seine Rede.

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