Kocker will Landrat im Kreis Warendorf werden
Bild: Kraneburg
Ein breites politisches Bündnis steht hinter dem Landratskandidaten Dennis Kocker: (v. l.) Reiner Jenkel (Die Linke), Valeska Grap (Die Linke), Hedwig Tarner (Die Grünen), Dennis Kocker, Bernhard Daldrup, Felix Markmeier-Agnesens und Sophia Maschelski-Werning (alle SPD) bei der gestrigen Vorstellung des Herausforderers für Amtsinhaber Dr. Olaf Gericke (CDU) in Warendorf.
Bild: Kraneburg

Damit hätte er ein breites politisches Bündnis hinter sich, das ihn organisatorisch und finanziell unterstützen will. Und er unterstreicht: „Es braucht einen anderen Politikstil.“ Die Leistung seines von der CDU und der FDP nominierten Kontrahenten erkennt er durchaus an – aber: „Die Menschen wollen nicht wählen, was jemand in der Vergangenheit gemacht hat, sondern jemanden, der die Zukunft entwickeln kann.“

Wurzeln in Ahlen

Und mit so einem Zukunftsprogramm möchte er die Wähler im Kreis Warendorf überzeugen. Über mehrere Wochen habe laut des SPD-Kreisvorsitzenden Bernhard Daldrup (MdB) der Abstimmungsprozess zwischen den Bündnispartnern gedauert, bis sich Dennis Kocker als Kandidat herausgeschält habe.

Der hat seine Wurzeln in Ahlen, wo er zunächst aufwuchs, bevor er dann im Alter von zehn Jahren mit seiner Mutter nach Hamm zog. Politisch ist Kocker kein unbeschriebenes Blatt: Seit 2004 gehörte er dem Rat der Stadt Hamm an, war lange dort Stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und hat 2014 für das Amt des Hammer Oberbürgermeisters kandidiert.

B 64n-Planung zu überdimensioniert

Inzwischen wohnt Kocker mit seiner Frau in Stromberg. Einer seiner beruflichen Schwerpunkte als Jurist – das Miet- und Wohnrecht – wird auch Teil seines politischen Programms, wie Kocker gestern bei seiner Vorstellung verdeutlichte. So rufe der Kreis zwar viele öffentliche Mittel für den sozialen Wohnungsbau ab, aber was geschehe, wenn die Mietpreisbindung auslaufe? Kocker: „Der Kreis bietet zu wenig Antworten.“

Auch zum Ausbau der B 64 hat der potenzielle Kandidat eine klare Meinung: „Eine Entlastung der B 64 muss erfolgen, aber nicht durch einen Ausbau in der geplanten Dimension.“ Grüne und Linke machten gestern deutlich, dass sie sich von Dennis Kocker gut vertreten fühlen: Hedwig Tarner (Grüne) und Reiner Jenkel zeigten sich „begeistert“ von dem Kandidaten, den es allerdings noch in den jeweiligen Parteigremien zu bestätigen gilt. Parallel dazu soll ein Zukunftskonzept aufgestellt werden, mit dem Kocker im Kreis Warendorf Profil gewinnen kann.

SOCIAL BOOKMARKS