Krankenhaus: Neuer Direktor tritt Amt an
Bild: Wild
Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler (l.) ist seit 1. Oktober in dieser Funktion tätig und will gemeinsam mit den Kuratoren Doris Kaiser und Rainer Budde das Josephs-Hospital Warendorf weiter umbauen und atmosphärisch in ruhigeres Fahrwasser steuern.
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Die Spitzenvertreter beider Gremien bekundeten Einigkeit in der Sache, gegenseitige Sympathie und, das gemeinsame Vorhaben, mit Ehrlichkeit und Transparenz das in Turbulenzen geratene Warendorfer Krankenhaus wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern.

Goerdeler (40) hat das Metier von der Pike auf gelernt. Der examinierte Krankenpfleger, dessen Ehefrau ebenfalls in diesem Beruf arbeitet, hat sich durch konsequente Weiterbildung zum Krankenhausmanager hochgedient. Gerade deshalb will nicht nur vom Büro aus dirigieren, sondern bewusst dahin gehen, wo die Musik spielt. Mit möglichst vielen Mitarbeitern wolle er in den nächsten Wochen persönlich sprechen. Auf Einladung von Chefarzt Professor Dr. Christoph Seiler wird er demnächst für einen Tag in der Chirurgie hospitieren.

100 Tage gibt sich der Ausdauersportler (Halbmarathonläufer), Segler und Schalke-Fan selbst Zeit für eine Bestandsaufnahme, dann will er seine Nah- und Fernziele für die strategische Ausrichtung des Warendorfer Krankenhauses definiert haben – das alles in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem neuen Kuratorium. Er selbst bezeichnet seinen Arbeitsstil als „sehr strukturiert und strategisch orientiert“. Netzwerkarbeit hat für ihn einen hohen Stellenwert („Wer nicht kooperiert, der verliert“), ob hausintern, mit anderen Krankenhäusern, den niedergelassenen Ärzten oder Patientengruppen (Stichworte: Selbsthilfe, Hospiz).

 Dabei müsse immer der Mensch im Mittelpunkt stehen, denn das Vertrauen der Bevölkerung in „ihr“ Krankenhaus sei ein entscheidender Faktor – auch für die wirtschaftliche Basis. Die sei gesund, er komme in ein gut aufgestelltes Haus. Das könne und müsse weiter ausgebaut werden. Besser werden müsse aber vor allem eines: die Kommunikation.

Mehr zu der Person des neuen Vorstandsvorsitzenden und wie das neue Kuratorium die Situation des Hauses nach der Kündigung des alten Direktors und dem Rücktritt des früheren Kuratoriums beurteilt, lesen Sie in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 7. Oktober.

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