Krebskranken wieder Freude vermitteln
Über die Arbeit des Infotreffs für Krebsbetroffene und deren Angehörige berichtete Stefanie Stumpe (Mitte) den SPD-Vertretern (v. l.) Thomas Dust, Irene Meier, Dr. Wilfried Hamann und Lore Tröbst.

 Dafür gab es einen besonderen Grund, denn der Infotreff feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Deshalb gibt es am 14. Mai eine Jubiläumsveranstaltung im DRK-Haus, Am Feuerwehrhaus 1a in Everswinkel. Vor zehn Jahren hat Stefanie Stumpe diesen Infotreff ins Leben gerufen und noch immer ist sie die erste Ansprechpartnerin. Über viele Jahre war sie auch die einzige, umso mehr freut sie sich nun, mit Marlies Burholt eine Unterstützerin an ihrer Seite zu haben. „Anonymität ist für unsere Teilnehmer etwas sehr Wichtiges. Da eine schwere Erkrankung oft auch eine Stigmatisierung bedeutet, möchten viele Erkrankte es auch für sich behalten und nur einem privaten Personenkreis mitteilen. So bedarf es häufig vieler Gespräche, bis ein Betroffener zum ersten Treffen kommt. Auch dann funktioniert es nur, weil wir weiterhin die Anonymität garantieren“, berichtet Stefanie Stumpe.

Bei den Treffen, zu denen sich regelmäßig bis zu 15 Teilnehmer einfinden, wird auf die vielen Fragen der Betroffenen eingegangen. Da geht es um Fragen zum Beruf, zur Rente, zur häuslichen Situation, zum Kontakt mit Krankenkassen oder zur psychosozialen Situation. Hierzu wird bei den Treffen auch Info-Material weitergegeben, das Stefanie Stumpe aus vielen Quellen besorgt. Andererseits soll durch die Treffen wieder Freude am Leben vermittelt werden. „Man darf nicht zulassen, dass sich nur noch alles um die Erkrankung dreht. Man muss wieder lernen, dass das Leben schön und sinnvoll sein kann. Gerade dabei können die regelmäßigen Treffen in der Gruppe helfen“, erklärt Stumpe. Neben den Gesprächen werden immer wieder Vorträge und Übungen organisiert. So gab es Schulungen mit Psychoonkologen, Veranstaltungen zu komplementärer Behandlung, oder Informationen zum Thema Patientenverfügung oder auch Kochkurse.

Besonders viel Engagement war nötig, bis es nach langer Suche gelungen ist, in Warendorf zusammen mit dem Landessportbund eine Sportgruppe einzurichten. „Dort ist es nun möglich Sport in der Krebsnachsorge anzubieten, die jedem Patienten auch zusteht“, freut sie sich sichtlich über diesen jüngsten Erfolg ihrer Bemühungen.

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