Kreis als Modellkommune ausgewählt

Der Kreis Warendorf ist für das Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor“ ausgewählt worden.

Das Ziel des Vorhabens, getragen von Land und Bertelsmann Stiftung, ist es, bereits vorhandene Maßnahmen in den Kommunen und auf Länderebene besser und gezielter zu nutzen. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, aber auch Kitas, Schulen, Ärzte oder die Polizei sollen noch systematischer zusammenarbeiten. „Wir wollen den Städten und Gemeinden unseres Landes dabei helfen, mehr für die frühe Förderung unserer Kinder und für die frühe Unterstützung von Familien zu tun. Es geht darum, die Perspektive zu wechseln und aus Sicht unserer Kinder zu handeln“, so die Ministerpräsidentin weiter. Insgesamt 52 Kommunen hatten sich beworben.

Gute Resonanz

 „Die gute Resonanz auf unseren Aufruf und die vielen unterschiedlichen Ideen und Ansätze zeigen mir, dass wir mit unserem Modellvorhaben einen Nerv getroffen haben. Viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben für sich schon erkannt, dass es besser ist, auf Vorbeugung zu setzen, als später stark steigende Reparaturkosten verkraften zu müssen“, sagte Ministerpräsidentin Kraft. Das solle der Startschuss sein, damit über das Modellvorhaben hinaus vorbeugende Strukturen flächendeckend im ganzen Land entstehen, damit in Zukunft kein Kind mehr zurücklassen wird. „Wir freuen uns, dass die operative Projektgestaltung nun starten kann“, sagte Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. „Die große Resonanz auf unsere gemeinsame Ausschreibung hat gezeigt, dass es den Kommunen ernst ist mit umfassender Prävention und der Einsparung von Folgekosten.“ Die ausgewählten Kommunen erhalten eine Förderung für ihren Mehraufwand, die sich je nach Größe zwischen 32 000 Euro und maximal 64 000 Euro bewegt. Das Modellvorhaben startet im März und ist zunächst bis 2015 angelegt. Beabsichtigt ist eine Fortsetzung bis 2020.

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