Kreise sparen 100.000 Tonnen CO2 ein 
Bild: Kraneburg
Den symbolischen Klimascheck erhielten: (v. l.) AWG-Geschäftsführer Thomas Grundmann, Landrat Dr. Olaf Gericke (Warendorf), Landrat Sven-Georg Adenauer (Gütersloh) und GEG-Geschäftsführer Rüdiger Klei.
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Das entspricht dem Ausstoß, den rund 40 000 Autos bei einer Kilometerleistung von 20 000 in einem Jahr verursachen, hat der GEG-Geschäftsführer Rüdiger Klei erläuterte. Herstellung von Ersatzbrennstoff, Mülltrennung, Einsatz von Photovoltaikanlagen – wie die Abfallwirtschaftsunternehmen in den beiden Kreisen dieses Ergebnis zum Vorteil des Klimaschutzes erwirtschaften, wurde jetzt in einer Broschüre zusammengefasst, die dem Bürger auf einfache Art erklärt, wie der Kreislauf von Gütern, Abfall und Rohstoffrückgewinnung funktioniert. „Wir haben versucht, das riesige Zahlenwerk mit seinen Fachbegriffen in verständliche Sprache zu übersetzen“, erläuterte Katja Hochstetter (Öffentlichkeitsarbeit) die Konzeption.

„Vom Entsorger zum Erzeuger“

„Vom Entsorger zum Erzeuger“ heißt die Schrift, in der erläutert wird, wie die Wertstoffschöpfung in der heimischen Region funktioniert, wie Energie aus einer alten Deponie abgezapft wird und wie aus Müll Brennstoff wird. „Unsere Ersatzbrennstoffe ersetzen pro Jahr 25 000 Tonnen Braunkohle“, verdeutlicht der Warendorfer Landrat Dr. Olaf Gericke diese Menge an einem Beispiel: „Das entspricht 850 Lkw-Ladungen, die Fahrzeugschlange wäre 17 Kilometer lang.“ Dieser aufgearbeitete Müll wird an die Zementindustrie und an Kraftwerke geliefert. „Es gibt viele Bereiche, in denen wir erfolgreich zusammenarbeiten“, bestätigte Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer. Erwähnt wurde in diesem Zusammenhang der European-Energy-Award, der sogenannte Klimaschutzoscar – der Wettbewerb, in dem die beiden Kreise gemeinsam Gold errangen. Vermehrter Klimaschutz und gleichzeitig stabile Entsorgungsgebühren, das, so Landrat Dr. Gericke, sei die Marschroute auch für die Zukunft. An einigen Schrauben in Sachen Umweltschonung ist noch zu drehen, beispielsweise, wie Thomas Grundmann in Aussicht stellte, ein Ausbau der Photovoltaikanlagen – falls die Rahmenbedingungen stimmen. „Eine CO2-Einsparung koste es, was es wolle, werden wir aber nicht machen“, müssen die Maßnahmen laut Grundmann sozialverträglich sein.

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