Kunst und Kultur müssen sich vernetzen
Bild: Kraneburg
Diskutierten auf dem Podium des ersten offenen CDU-Bürgerforums in Liesborn: (v. l.) Dr. Ulrich Gehre (Feuilletonist und ehemaliges Mitglied der Chefredaktion der Tageszeitung „Die Glocke“), Silvia Fassel (Geschäftsführerin des Kreiskunstvereins), Gaby Brüser (Leiterin der Burgbühne Stromberg), Dr. Wolfgang König (Musikschulleiter), Dr. Elisabeth Schwarm (Museumsleiterin Abtei Liesborn), Karl-Wilhelm Hild (CDU-Fraktionsvorsitzender), Dr. Barbara Rüschoff-Thale (LWL Kulturdezernentin) und Landrat Dr. Olaf Gericke.
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So gesellten sich die Jugendlichen mit ihrem Wortbeitrag zu der Expertenrunde auf dem Podium, auf dem es um Kunst, Kultur und Heimat ging – und konkret um die Frage, wie man die Menschen mit diesen Themen erreicht. Das Internet, Facebook und andere technische Kommunikationswege, so bestätigte Justus Rücker, seien für die junge Generation zumindest die Hauptkontaktkanäle, wenn es darum gehe, sich über Veranstaltungen und Angebote auszutauschen. Museumsbesuche sind dabei nicht unbedingt ganz oben auf der Liste – dennoch gelte es, das Band nicht abreißen zu lassen. „Sonst geht uns diese Generation verloren“, betonte die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Für eine stärkere Vernetzung auf einer neuen Internetplattform sprachen sich auch die anderen Teilnehmer, angeregt durch Stimmen aus dem fachkundigen Publikum, aus. Der Moderator und Chef der Kreisverwaltung, Landrat Dr. Olaf Gericke, hat den Vorschlag schon einmal notiert. Unkonventionelle Wege müssten beschritten werden, um Heranwachsenden zumindest Einblicke zu verschaffen – kleine Fenster, beispielsweise durch eine Geschichtswerkstatt, wie sie das Museum Abtei Liesborn durchführt. Museumsleiterin Dr. Elisabeth Schwarm: „Das hat selbst meine Tochter begeistert.“ Aber nicht nur elektronisch, sondern auch persönlich sollte die Vernetzung stattfinden, eingebettet in eine Kulturentwicklungsplanung. Dr. Barbara Rüschoff-Thale: „Viele kennen sich untereinander gar nicht.“ Als ein solcher Kulturtreff eigne sich doch Haus Nottbeck ganz hervorragend, fiel Karl-Wilhelm Hild dazu auch gleich die passende Örtlichkeit ein.

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