Schmerzhafte, aber notwendige Regeln
Foto: Kreis Warendorf
Zur neuen Coronaschutzverordnung und zur aktuellen Situation im Kreis Warendorf nehmen Landrat Dr. Olaf Gericke und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Anna Arizzi Rusche Stellung.    
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Zur aktuellen Corona-Situation, zum laufenden Impfprozess in den Pflegeheimen und zur Lockdown-Verlängerung sowie der ab Montag (11. Januar) geltenden neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW nahm Landrat  Dr. Olaf Gericke am Freitag Stellung.

Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen streng einhalten

Mit Blick auf die Schulen und Kindergärten sprach der Landrat von „schmerzhaften, aber notwendigen Schritten“. Wichtig sei es jetzt, mehr denn je auf nicht notwendige Kontakte zu verzichten und die bekannten Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen streng einzuhalten.

Sehr gut angelaufen sei der am 27. Dezember gestartete Impfprozess in den Pflegeheimen. Bis Freitag (8. Januar) waren in den Einrichtungen im Kreis etwa 3000 Bewohner sowie Mitarbeiter geimpft.

Nicht über schleppende Impfstoff-Lieferungen klagen

 „In den Heimen wird zügig weiter geimpft, so dass im Januar alle mit der ersten Impfung versorgt werden können“, sagte der Landrat. „Es ist auch müßig, über schleppende Impfstoff-Lieferungen zu klagen oder sich – wie in Berlin – politisch darüber zu streiten.

Impfdosen für 1300 Menschen zugesagt

Tatsache ist: das Land NRW hat für unseren Kreis für die kommenden Wochen Impfdosen für jeweils immerhin etwa 1300 Menschen zugesagt. So können wir noch in diesem Monat die Erstimpfungen für mehrere Tausend Menschen durchführen, die den Impfschutz am dringendsten benötigen. Wenn Impfstoff in größeren Mengen zur Verfügung steht, geht es im Impfzentrum und später in den Arztpraxen weiter“, so der Landrat.

Konsequente Testung von Kontaktpersonen

Die vergleichsweise hohen Fallzahlen im Kreis erklärt das Gesundheitsamt unter anderem durch die konsequente Testung von Kontaktpersonen. Der Kreis Warendorf setzt bereits seit der Tönnies-Welle im Sommer darauf, dass auch alle symptomfreien Kontaktpersonen der ersten Kategorie (15 Minuten Kontakt und weniger als 1,50 Meter Abstand zu Infizierten) getestet werden. Laut RKI wäre eine Quarantäne für diese Gruppe ausreichend.

Gründlichkeit erhöht die Fallzahlen

 „Allein in den vergangenen sechs Wochen haben wir dadurch zusätzliche 524 Infektionsfälle entdeckt – das waren 1,5 Prozent der getesteten symptomfreien Kontaktpersonen. Diese Gründlichkeit erhöht unsere Fallzahlen, aber sie ermöglicht uns, weitere Infektionsketten zu unterbrechen“, sagt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Anna Arizzi Rusche.

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