Lockdown-Woche lässt Drähte glühen
Landrat Dr. Olaf Gericke bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die die Fragen von Bürgern an der Corona-Hotline beantworten. Das Bild zeigt (v. l.) Daniela Schmidt (DRK Ennigerloh), Landrat Dr. Olaf Gericke, Sandra Tümmers (DRK Wadersloh), Anne Lütke Föller (Malteser), Elke Hoppe (DRK Ostbevern) und Sabine Kupich (DLRG Warendorf).

 Die Mitarbeiter des Kreises Warendorf werden dabei von Helfern des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes unterstützt. Insgesamt etwa 60 Personen bedienten in der vergangenen Woche die Hotlines. „Das Informationsbedürfnis ist groß. Wir müssen die Verordnungen und Erlasse aus Düsseldorf umsetzen und die Bürger, die Städte und Gemeinden sowie die Medien darüber unterrichten“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke „Vor diesem Hintergrund danke ich allen, insbesondere den Ehrenamtlichen, die mit Rat und Tat weiterhelfen.“

Am ersten Tag 40.000 Anrufversuche

Allein am ersten Tag des Lockdowns, dem Mittwoch vergangener Woche, gab es fast 40 000 Anrufversuche bei der Corona-Hotline. Zum Vergleich: An durchschnittlichen Tagen verzeichnet die Kreisverwaltung insgesamt 3000 bis 4000 Anrufe. Auch die Internetseite des Kreises wurde im Zuge des Lockdowns häufiger angeklickt. Allein am Dienstag vergangener Woche waren es fast 45 000 Besuche. „Obwohl wir mit der Nachricht zum erneuten Lockdown schnell reagiert und unsere Hotlines aufgestockt haben, sind wir mit Anfragen überhäuft worden. Leider konnten wir nicht alle entgegennehmen“, zieht Dr. Anja Röhnelt vom Medizinischen Dienst des Kreisgesundheitsamts Bilanz und bittet um Verständnis, dass nicht alle Anrufer durchgestellt werden konnten.

Drei Testzentren

Für Fragen zu den Ergebnissen der freiwilligen Coronatests in den drei Testzentren des Kreises wurde eine zweite Hotline eingerichtet. Dr. Anja Röhnelt steht im Austausch mit den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern vom DRK, von den Maltesern und vom DLRG, die die Anrufe der Corona-Hotline entgegennehmen. Die meisten Anfragen dort drehten sich um das Thema Urlaub und Reisen.

Viele Anrufer standen unter Druck

„Viele Anrufer standen unter Druck. Sie wollten sich so schnell wie möglich testen lassen und ein Ergebnis erhalten, um ihre Urlaubsreise wie geplant antreten zu können“, berichtet die Ärztin. Weitere Anfragen bezogen sich etwa auf die Regionalverordnung zum Lockdown. So fragten etwa Veranstalter, inwiefern sie von den Bestimmungen betroffen sind. Bereits am vergangenen Wochenende habe sich die Lage an der Corona-Hotline aber wieder beruhigt, konnte Dr. Anja Röhnelt bestätigen.

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