„Maskenmann“ lebenslang hinter Gittern
Das Urteil ist gefallen: Martin N. muss lebenslang ins Gefängnis.

Die Anklagebehörde hält es außerdem für notwendig, dass das Landgericht Stade in Niedersachsen Sicherungsverwahrung anordnet. Ein Gutachter hatte ihn zuvor als rückfallgefährdet eingestuft.

Der aus Bremen stammende Pädagoge hatte vor Gericht gestanden, zwischen 1992 und 2001 drei Jungen ermordet und zahlreiche missbraucht zu haben. Er war nachts in Häuser, Schullandheime und Zeltlager eingedrungen, um sich an den Kindern zu vergehen.

Den achtjährigen Dennis R., der aus Warendorf stammt, holte er der Anklage zufolge 1995 aus einem Zeltlager bei Schleswig. Mehrere Tage verbrachte Martin N. mit ihm in einem Ferienhaus in Dänemark, bis er ihn tötete.

Dunkle Sturmhaube als Erkennungszeichen

Die Polizei suchte jahrelang vergeblich nach dem Bremer, den die Medien „Maskenmann“ getauft hatten, weil er bei seinen Taten eine dunkle Sturmhaube trug. Ein früheres Missbrauchsopfer brachte die Fahnder im vergangenen Frühjahr schließlich auf die Spur von Martin N., der inzwischen in Hamburg lebte. Im Gerichtssaal hatte der Angeklagte beharrlich geschwiegen. Sein Geständnis ließ er von seinen Verteidigern verlesen.

Erst am letzten Verhandlungstag ergriff er das Wort. Seine Taten seien nicht entschuldbar, sagte er. Er habe seinen Opfern und deren Angehörigen unfassbares Leid zugefügt. Dennoch hoffe er auf eine Therapie im Gefängnis, um eines Tages ein neues Leben in Freiheit beginnen zu können.

SOCIAL BOOKMARKS