Mehr Konsumenten illegaler Drogen
Immer mehr Aufgaben, immer weniger Geld, das zur Verfügung steht: Die Quadro-Mitarbeiter (v. l.) Thorsten Rahner (Quadro Warendorf), Veronika Stemick (Quadro Beckum/Oelde) und Hermann Wetterkamp (Quadro Ahlen) sehen sich vor großen Herforderungen.

Neben der Beratung von Konsumenten legaler und illegaler Drogen sowie von Menschen mit anderen Süchten wie beispielsweise Essstörungen und pathologischem Glücksspiel bietet Quadro weitere spezielle Angebote an. Darüber hinaus arbeitet Quadro im Bereich der Suchtprävention mit unterschiedlichen Gruppen, dazu gehören beispielsweise Schulklassen, Elterngruppen, Auszubildende und betriebliche Suchtkrankenhelfer. Die Zahl der Ratsuchenden ist seit Gründung gestiegen. 2012 besuchten 860 Menschen die vier Beratungsstellen.

Alkoholproblematik

Etwa die Hälfte tat dies aufgrund einer Alkoholproblematik. Deutlich zugenommen hat laut Quadro in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Konsumenten illegaler Drogen: 119 waren es 2002, 203 2012. Der Konsum von Opiaten (84) stand bei den illegalen Drogen an erster Stelle, dicht gefolgt von Cannabis (79) und Stimulantien (23) wie Amphetaminen und Ecstasy. Ebenfalls deutlich gewachsen ist die Gruppe der pathologischen Glückspieler (86). Leicht zugenommen hat die Zahl der Angehörigen von Suchtkranken (111), die professionelle Beratung in Anspruch nahmen. Knapp 20 Prozent aller Klienten, die Quadro aufsuchen, sind jünger als 25 Jahre. Die größte Gruppe bilden aber seit Jahren die Ratsuchenden im mittleren Lebensalter. 44 Prozent der Klienten sind zwischen 31 und 50 Jahre alt. Menschen ab 61 Jahre besuchen die Beratungsstelle tendenziell eher selten.

Anstieg der Suchtproblematik bei älteren Menschen

Allerdings sei aufgrund der demografischen Entwicklung für die Zukunft ein Anstieg der Suchtproblematik bei älteren Menschen zu erwarten. Bei dem Aspekt Erwerbsstatus stellten mit knapp einem Drittel (31 Prozent) Arbeiter, Angestellte und Beamte die größte Gruppe, gefolgt von der Gruppe der Erwerbslosen. 206 der Klienten (23 Prozent) waren arbeitslos gemeldet oder nicht erwerbstätig. Bei Suchtkranken, so heißt es im Quadro-Bericht, sei die Arbeitslosenquote überproportional groß. Arbeitslosigkeit gilt als eine der größten Herausforderungen bei der Reintegration. Dabei seien die Angebote der Ambulanten Rehabilitation und der in Ansätzen vorhandene Kooperation mit heimischen Arbeitgebern zielführend.

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