Mehr Mädchen als Jungen schaffen Abitur
Bildung ist zunehmend weiblich: Angefangen von den Erzieherinnen im Kindergarten, Lehrerinnen an den Grundschulen und häufig bereits an weiterführenden Schulen. Ablesbar ist dieser Trend auch an der Qualität der Schulabschlüsse. Mehr junge Frauen als Männer im Kreis Warendorf erreichen das Abitur.

Auf der anderen Seite der Abschlussskala findet sich bei den Hauptschulabschlüssen ein deutliches Übergewicht der jungen Männer – dort betrug der Mädchenanteil nur 38,8 Prozent (Landesdurchschnitt 42,4 Prozent). Beide Vergleiche der Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen, dass junge Frauen im ländlich geprägten Kreis Warendorf überdurchschnittlich höhere Bildungsabschlüsse anstreben – und erreichen. Ablesbar ist dies auch an den Zahlen der grundständischen Gymnasien. Lediglich an der Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen bauten weniger Mädchen (48,9 Prozent) als Jungen ihr Abitur.

Warendorf ist Schulstadt

Die Schulstadt im Kreis mit den meisten Abschlüssen der Hochschulreife ist Warendorf: 331 Schüler und Schülerinnen (54,7 Prozent) konnten diese Zeugnisse im Sommer 2011 in Empfang nehmen. 244 waren es in Ahlen. Der Anteil der jungen Frauen daran lag, wenn man beide Gymnasien (Städtisch und St. Michael) zusammennimmt, sogar bei mehr als 60 Prozent. 57 Prozent machte der Anteil der Frauen in Beckum aus, bei 151 Abiturienten, sogar 68,8 Prozent in Oelde bei 80 Schulentlassungen, 56,1 Prozent in Ostbevern bei 98 Abschlüssen, 53,9 Prozent in Telgte bei 76 Abiturienten. Lediglich in Wadersloh hielt sich die Anzahl der jungen Männer und Frauen, die ihr Abitur in diesem Sommer schafften die Waage. Laut Angaben des Statistischen Landesamt lag der „Mädchenanteil“ der Schulabgänger mit Hochschulreife bei genau 50 Prozent. 94 Schüler und Schülerinnen waren damals erfolgreich.

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