Mehr Polizeipräsenz im Straßenkarneval
Landrat Dr. Olaf Gericke (l.), Polizeichef im Kreis Warendorf, und der Abteilungsleiter Polizei Christoph Ingenohl versprechen mehr Polizeipräsenz an den närrischen Tagen.

Viele Menschen seien seit den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln und anderen großen Städten verunsichert, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Polizei nehme die Ängste und Sorgen der Bürger ernst und werde mit starken Kräften in den Karneval feiernden Städten und Gemeinden vor Ort sein.

Das gilt zunächst für die Karnevalseinsätze am Samstag in Ennigerloh und am Sonntag in Everswinkel und Sünninghausen. Am Montag gibt es eine zentrale Einsatzführung in Warendorf und örtliche Einsatzabschnitte in Ahlen, Beckum, Sendenhorst und Warendorf.

„Die Polizei ist gut auf die Karnevalstage vorbereitet“, betonte der Landrat. Die Leiter der Polizeiwachen ständen in engen Kontakt mit den Kommunen, um die lokalen Sicherheitskonzepte abzustimmen. Außer den Kräften der Bereitschaftspolizei werden an den Karnevalstagen Auszubildende der Jahrgänge 2013 und 2014 eingesetzt. Dabei werden sie von erfahrenen Beamten begleitet.

„Keine Kurzen für Kurze!“

Während des Straßenkarnevals wird die Polizei nach eigenen Angaben gemeinsam mit Mitarbeitern der örtlichen Ordnungs- und Jugendämter unter dem Motto „Keine Kurzen für Kurze!“ Jugendschutzkontrollen durchführen. Alkoholisierte Kinder sollen in Obhut genommen und den Erziehungsberechtigen übergeben werden.

Laut der Kreispolizei beeinträchtigt Alkoholmissbrauch die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen und führt vielfach aufgrund der enthemmenden Wirkung zu Straftaten wie Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. „Diese gemeinsamen Kontrollen haben sich bewährt“, betonte der Abteilungsleiter Polizei Christoph Ingenohl. „Die Jugendlichen und Kinder wissen, dass sie überprüft werden und halten sich in den meisten Fällen an die gesetzlichen Vorgaben.“

Im vergangenen Jahr wurden im Kreisgebiet achtzehn Jugendliche den Jugendschutzstellen zugeführt. 2010 waren es noch zwei Kinder und 40 Jugendliche.

Doch die Polizei hat auch angetrunkene Erwachsene im Visier, die sich alkoholisiert ans Steuer setzen. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich an den Karnevalstagen auf verstärkte Alkoholkontrollen einstellen.

Die Beamten raten, bei einer Fahrzeugnutzung möglichst auf Alkohol zu verzichten: „Selbst ein kleiner Verkehrsunfall mit 0,3 Promille kann bereits den Führerschein kosten und Ärger mit der Versicherung verursachen.“

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