Mieten im Kreis um bis zu 18 Prozent gestiegen
Mietwohnungen werden knapp und sind (deshalb) teuer. Auch im Kreis Warendorf klettern die Preise kontinuierlich zu Lasten der Bürger.

Direkt vor Ort zeigen sich zwischen den einzelnen Regionen jedoch deutliche Unterschiede. Das hat eine Studie des Makler- und Immobilien-Portals Homeday.de ergeben. Welche Richtung die Mieten in der Umgebung in den vergangenen fünf Jahren eingeschlagen haben, verdeutlicht der aktuelle Homeday-Marktreport, der die lokalen Preistrends in der Region gegenüberstellt.

Telgte ist teures Pflaster

Wie aus der Analyse hervorgeht, ist ein schnelles Abebben der Erhöhungswelle bislang nicht in Sicht. Den größten Aufschlag verlangen Vermieter derzeit in Telgte. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre erhöhten sich die Mietpreise vor Ort um insgesamt 18,2 Prozent.

Mit durchschnittlichen Kosten von 7,20 Euro pro Quadratmeter für die Kaltmiete werden die teuersten Wohnungen gegenwärtig in Telgte angeboten. Für eine typische Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern müssen Mieter demnach 580 Euro im Monat zahlen. Oben drauf kommen die Nebenkosten.

In Ennigerloh steigen die Preise am wenigsten

Für eine vergleichbare Wohnung schlagen auch die Immobilienbesitzer in Warendorf zu, die eine 17,7 Prozent Mietpreis-Steigerung verantworten. Dort werden 550 Euro Kaltmiete fällig. In Beckum ist die Miete in den vergangenen fünf Jahren laut Homeday-Analyse um 15,4 Prozent auf 450 Euro (= 5,60 pro Quadratmeter) geklettert.

Die weiteren Daten: Oelde 15,7 Prozent (480 Euro, 6 Euro), Drensteinfurt 13,5 Prozent (510 Euro, 6,40 Euro), Sendenhorst 12,9 Prozent (500 Euro, 6,20 Euro), Ahlen 12,8 Prozent (470 Euro, 5,50 Euro), Everswinkel 12,5 Prozent (510 Euro, 6,40 Euro), Ostbevern 10,7 Prozent (500 Euro, 6,30 Euro), Sassenberg 10,6 Prozent (480 Euro, 6 Euro), Wadersloh 10,5 Prozent (420 Euro, 5,30 Euro), und Ennigerloh 9,4 Prozent (440 Euro, 5,50 Euro).

350 Datenquellen fließen mit ein

Zur Bestimmung der regionalen Trends berücksichtigt der Preisatlas deutschlandweit mehr als zehn Millionen veröffentlichte Inserate der vergangenen fünf Jahre. Hierfür stehen der Anwendung insgesamt 350 Datenquellen zur Verfügung. In die Analyse fließen neben den reinen Gebäudedaten unter anderem auch die Verkehrsanbindung oder die Anzahl von Parks, Schulen und Gesundheitseinrichtungen in der Nähe zum Wohnort ein.

Kostspieliger Weg ins Eigenheim

Wer sich trotz steigender Immobilienpreise für den Kauf einer eigenen Wohnung entscheidet, der hat in Beckum und Ahlen bei Quadratmeterpreisen ab 1190 Euro die besten Karten. Deutlich höhere Summen für die eigenen vier Wände werden in Warendorf (1850 Euro pro Quadratmeter) aufgerufen.

Während die teuersten Häuser der Region in Telgte (2440 Euro pro Quadratmeter) und Drensteinfurt (2190 Euro) stehen, führt der Weg in der Stadt Beckum (1430 Euro) erheblich günstiger ins eigene Heim.

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